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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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09.05.2007 - Rom (dpa/Ra) - Die Angst geht um im Radsport-Milieu, das durch den Fall Basso weiter in Mafia-Nähe gerückt ist. «Sie haben Angst, zu reden. Sie fürchten Schlimmes. Diese Jungs sind Opfer, umgeben von Managern, Ärzten und Handlangern», sagte CONI-Chefermittler Ettore Torri.
Giro-Gewinner Ivan Basso musste nach seiner Geständnis-Farce in der Fuentes-Affäre weltweit Presse-Prügel einstecken. Der ebenfalls geständige Michele Scarponi ging offensichtlich beim Verhör der Anti-Doping-Agentur des NOK (CONI) weiter als sein prominenter Kollege. «Scarponi hat in zwei Stunden das gesamte Doping-System von Fuentes dargelegt», berichtete die italienische Sportzeitung «Gazzetta dello Sport».
Torri kündigte weitere Gespräche mit Basso und Scarponi an und will sich persönlich bei der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA für eine Reduzierung der üblichen Zwei-Jahres-Sperre auf die Hälfte für beide Fahrer bemühen. Ein glühendes Plädoyer für Basso hielt auch CONI-Chef Gianni Petrucci, der trotz der klaren Gesetzeslage im WADA-Code zu bedenken gab: «Es ist das erste Mal, dass ein Topathlet kooperiert. Ich stehe zu Ivan und habe exzessivem Moralismus schon immer misstraut.» Womöglich hat ja der vor seinem Pseudo-Geständnis in Italien als «Kronzeuge» gefeierte 29-Jährige beim CONI mehr gesagt als in der peinlichen Pressekonferenz am folgenden Tag in Mailand.
Das deutete auch Bassos Anwalt Massimo Martelli an. «Ivan hat seinen Fall betreffend beim CONI alles erzählt. Er kann ja nur für sich sprechen. Die Fahrer fuhren ja nicht in Bussen zu Fuentes nach Spanien», sagte er der «Gazzetta dello Sport». Zum Fall Basso sagte Bach: «Das klingt schon sehr nach Taktiererei. Aber nach dem WADA-Code wird ihm seine Darstellung nicht viel helfen, weil auch Vorstufen des Dopings sanktioniert werden können. Nach einem befreienden Geständnis hört sich die Aussage nicht an. Natürlich könnte Basso für den Giro 2006 noch nachträglich disqualifiziert werden.»
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