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(Carlo Westphal nach seinem ersten Profisieg über die Konkurrenten)
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19.06.2007 - (sid/dpa/Ra) - Der Radsport-Weltverband UCI will künftig härter gegen Dopingsünder vorgehen. Alle Profis sollen eine freiwillige Erklärung unterschreiben, die besagt, dass bei einem positiven Dopingtest neben der Sperre ein Jahresgehalt als Bußgeld zu zahlen ist. Dies gab UCI-Präsident Pat McQuaid nach der Sitzung mit den ProTour-Teams am Dienstag in Genf bekannt. Bei der Frankreich-Rundfahrt (7. bis 29. Juli) sollen nur Fahrer zugelassen werden, die eine solche Ehrenerklärung unterschreiben haben. Auf einer Sondersitzung in Genf beschloss die Vereinigung der Profiteams (AIGCP), diesem Aufruf Folge zu leisten.
Die freiwillige Verpflichtung zur Strafgeldzahlung bei ihrer Überführung sollten alle Profis vor dem Tourstart am 7. Juli unterschreiben. Außerdem sollten alle Fahrer dem Vergleich ihrer DNA-Analyse mit den bei der "Operacion Puerto" in Spanien beschlagnahmten 200 Blutbeuteln zustimmen.
Die UCI schob damit den „Schwarzen Peter“ an die Teamchefs der 20 ProTour-Teams weiter. „Das ist ein guter Weg für die Zukunft. Jetzt sind wir gefragt, die Fahrer sind bei uns angestellt“, sagte Luuc Eisenga, der Technische Direktor des T-Mobile-Teams. "Für uns steht außer Frage, dass wir niemanden bei der Tour starten lassen, der dieses Papier nicht unterschreibt", sagte T-Mobile-Teamsprecher Stefan Wagner. „Dahinter muss man stehen, auch wenn sich juristische Fragen stellen“, meinte Hans- Michael Holczer, Chef des Teams Gerolsteiner.Für Gerolsteiner hatte Teamchef Hans-Michael Holczer bereits im Vorfeld die gleiche Haltung angekündigt.
Moralischen Druck ausüben
Zum überraschenden UCI-Vorstoß sagte McQuaid, man könne den "Blanko-Scheck" zwar nicht erzwingen, wohl aber moralischen Druck ausüben. Die UCI werde auf ihrer Website die Namen aller Fahrer veröffentlichen, die diese Erklärung unterzeichnen. Es sei nun an den Rennställen, dafür zu sorgen, dass keiner ihrer Profis auf der Liste fehle.
Als erster erklärte sich T-Mobiles Shootingstar Mark Cavendish zur Unterschrift bereit: "Damit habe ich kein Problem", meinte der 22-jährige Brite, der in diesem Jahr schon fünf Sprintsiege gefeiert hat.
Laut McQuaid ist die UCI inzwischen im Besitz von eintausend der insgesamt 6000 Seiten umfassenden Puerto-Akten. Man erwarte den Rest in den nächsten Tagen. Allerdings sei noch immer nicht geklärt, ob man die Unterlagen vor Sportgerichten verwerten dürfe, sagte der Ire. Er rechne auch nicht damit, dass dies vor Tour-Beginn durch die spanischen Behörden entschieden werde.
Keine weiteren Fahrer beschuldigt
McQuaid stellte klar, nach derzeitigem Stand würden aber über die 58 bekannten Namen hinaus keine weiteren Fahrer beschuldigt, auch keine Athleten aus anderen Sportarten.
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