Profi-Radsport

D-Tour: Voigt weiter in Gelb

Ciolek beendet T-Mobiles Durststrecke

15.08.2007 - (sid/dpa/Ra) - Gerald Ciolek hat die Durststrecke des T-Mobile-Teams bei der Deutschland Tour beendet. Der U23-Weltmeister holte sich auf der sechsten Etappe über 175km von Längenfeld nach Kufstein im Massensprint überlegen den Sieg vor dem Italiener Danilo Napolitano (Lanpre) und dem Spanier Jose Joaquin Rojas (Caisse d’Epargne) und bescherte dem Bonner Team damit das erste Erfolgserlebnis. Jens Voigt (CSC), der das Ziel im Hauptfeld erreichte, verteidigte sein Gelbes Trikot

"Ein Sieg bei der Deutschland-Tour ist genial, es ist schließlich für mich in diesem Jahr eines der größten Rennen. Umso schöner, dass ich gewinnen konnte. Die Mannschaft hat den ganzen Tag für den Sieg hart gearbeitet und mich optimal in Position gebracht", sagte der 20-jährige Sprinter. Für Ciolek war es der zweite Etappensieg bei der Deutschland Tour. Im vergangenen Jahr hatte er, damals noch im Wiesenhof-Trikot, in Schweinfurt triumphiert. Bei der Ausgabe 2007 bewies Ciolek, der in Saarbrücken den Spurt zu früh eröffnet hatte und in Offenburg von einem Zuschauer behindert wurde, am Mittwoch erneut sein großes Potenzial und verwies mit großem Abstand die Sprinterkonkurrenz auf die Plätze.

Zu den Geschlagenen gehörte auch Erik Zabel. Der Milram-Kapitän, der in Offenburg noch gewonnen hatte, war diesmal chancenlos und kam nur auf Platz neun. Der Milram-Sprinter belegt damit in der Sprintwertung weiter den zweiten Platz hinter Rojas.

Voigt geht unverändert mit 33 Sekunden Vorsprung auf den Spanier David Lopez-Garcia (Caisse d’Epargne) auf die drittletzte Etappe. Dritter ist der jnunge Niederländer Robert Gesink (Rabobank) mit 1.14 Minuten Rückstand auf Voigt. Die Entscheidung der Deutschland-Tour wird wohl beim Zeitfahren in Fürth fallen. In der Bergwertung ist die Entscheidung bereits gefallen. Dem Niederländer Niki Terpstra (Milram) wird das Bergtrikot nicht mehr zu nehmen sein.

Das österreichische Team Elk Haus Simplon darf unterdessen die Rundfahrt beenden. Das Hamburger Landgericht vertagte eine Entscheidung über den Einspruch der Organisatoren auf Montag, zwei Tage nach dem Ende der Deutschland-Tour. Die Organisatoren hatten das Team wenige Tage vor dem Auftakt in Saarbrücken ausgeladen, weil der zweitklassige Rennstall die Auflagen nicht erfüllt hatte. Das Team klagte sich per Einstweiliger Verfügung daraufhin ins Rennen ein, dagegen hatten die Veranstalter Einspruch eingelegt.

Ungeachtet der Gerichtsentscheidung hatte sich auf der sechsten Etappe Elk-Haus-Fahrer Wolfgang Murer lange Zeit in Szene setzen können. Der Österreicher war gemeinsam mit dem Rostocker Paul Martens (Skil-Shimano) nach 28km ausgerissen. Das Duo hatte zwischenzeitlich über acht Minuten Vorsprung herausgefahren. Doch auch diesmal verteilten die Sprinterteams keine Geschenke undd vereitelten den Fluchtversuch neun Kilometer vor dem Ziel.

Überraschenden, für viele wohl unwillkomenen Besuch erhielt die Deutschland-Tour durch Michael Rasmussen. Der 33-jährige Däne, der bei der Tour de France als Träger des Gelben Trikots wegen Dopingverdachts ausgeschlossen worden war, befand sich auf der Durchreise zu seinem Wohnort am Gardasee.

Am Donnerstag beendet die Deutschland-Tour nach zwei Tagen ihr Gastspiel in Österreich. Auf dem Teilstück von Kufstein nach Regensburg über 192,2km wird nach 14,8km die Grenze zu Deutschland überschritten. Die Sprinter dürfen dabei auf eine Massenankunft hoffen. Das Terrain ist überwiegend flach, nur nach gut einem Drittel des Rennens ist ein Berg der dritten Kategorie zu bewältigen.

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