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31.10.2007 - (Ra) – Kommt die auf richterliche Anordnung stillgelegte „Operation Puerto“ noch einmal in Gang? Wenn es nach dem Willen des spanischen Sportministers Jaime Lissavetzky geht, sollen die in Verbindung mit dem Madrider Dopingarzt Eufemiano Fuentes vorliegenden Dokumente vollständig untersucht werden. Das kündigte Lissavetzky gegenüber der belgischen Zeitung „Gazet van Antwerpen“ an.
Im März des Jahres hatte der zuständige Untersuchungsrichter Antonio Serrano den Fall zu den Akten gelegt, obwohl die am 23. Mai 2006 angelaufene «Operación Puerto» ein weitverzweigtes, europaweites Dopingnetz zutage förderte, in dessen Mittelpunkt Fuentes und der damalige Teamchef von Liberty Seguros, Manolo Saiz, standen. In der Praxis von Fuentes hatten die Ermittler Hunderte von Blutbeuteln sowie große Mengen an Dopingmitteln entdeckt, darunter EPO und Wachstumshormone. Durch die Aufdeckung des Falls waren über 50 Radprofis, unter ihnen Jan Ullrich und Ivan Basso, in Dopingverdacht geraten. In Spanien wurde gegen Fuentes, Saiz sowie sechs weitere Mediziner und Funktionäre ermittelt.
Es sei zwar Doping praktiziert worden, aber es sei nicht gegen das Gesundheitsgesetz verstoßen worden, hatte Serrano in seiner 21 Seiten umfassenden Begründung erklärt. Die damals noch geltenden Paragrafen würden aktive Unterstützung von Doping nicht unter Strafe stellen. Dies sehe erst das Ende Februar in Kraft getretene neue Gesetz vor, hatte es in der Erklärung weiter geheißen. Gegen die Einstellung des Verfahrens hatte die Staatsanwaltschaft Einspruch eingelegt mit der Begründung, dass die Nachforschungen des Richters nicht ausreichend gewesen seien, um die Tatsachen zu klären.
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