Nächstes Ziel Olympia

Kupfernagel: Trotz Sturz ein perfektes Rennen

27.01.2008  |  Treviso/Italien (dpa/Ra) - Hanka Kupfernagel ist die neue «Cross-Königin». Bei der WM im norditalienischen Treviso verwies die 33 Jahre alte Zeitfahr-Weltmeisterin nach 45:15,55 Minuten die Niederländerin Marianne Vos sowie Laurence Leboucher aus Frankreich auf die Plätze zwei und drei. Titelverteidigerin Maryline Salvetat aus Frankreich wurde nur Fünfte. Es war bereits Kupfernagels vierter WM-Titel im Querfeldein.

Die deutsche Top-Favoritin setzte sich schon nach etwa der Hälfte der ersten Runde an die Spitze einer zwölfköpfigen Gruppe und sorgte durch ihre harte Tempoarbeit dafür, dass diese mehr und mehr auseinanderfiel. «Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir zur Seite gestanden haben. Besonders bei Mike, der mir den richtigen Weg zeigte», meinte die neue Titelträgerin. «Jetzt hat sie mich um einen Titel geschlagen», sagte ihr Trainer und Lebenspartner Mike Kluge.

Bei strahlendem Sonnenschein bestimmte Kupfernagel das Rennen am Lago Le Bandie entschlossen und mit viel Druck von der Spitze und schüttelte nach und nach alle Konkurrentinnen ab. Lediglich die Französin Christel Ferrier-Bruneau konnte ihr folgen. «In der zweiten Runde habe ich dann entschieden, das Tempo zu forcieren», sagte Hanka Kupfernagel, die im WM-Rennen im vergangenen Jahr nach zwei Stürzen nur enttäuschte Fünfte war. «Jetzt gönne ich mir einen kurzen Urlaub, dann gilt der Fokus Olympia», meinte Kupernagel.

Allerdings verlief auch das Rennen in Treviso nicht ohne Probleme. Kupfernagel hatte einen schlechten Start und war an der ersten Kurve plötzlich nur auf Platz 15. «Die Startphase war sehr hektisch und nervös», erklärte die Weltmeisterin, die in der dritten Runde nach einem Sturz sogar vom Rad musste. «Aber ich dachte mir, bleib ruhig», meinte Kupfernagel, die von da an ein fehlerfreies Rennen lieferte. «Sicher war ich mir aber erst in der letzten Kurve.»

Wegen einer Regeländerung des Weltverbandes hatte Kupfernagel unmittelbar vor dem WM-Rennen erst ein eigenes Team zusammenstellen müssen. «Sonst hätte ich nicht mit meinem Trikot und den entsprechenden Sponsoren-Aufnähern an den Start gehen dürfen», sagte sie. So gehören jetzt Birgit Hollmann aus Berlin und die Freiburgerin Alexandra Sontheimer zu ihrem «Star Focus-Team».

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