Zitat der Woche:
"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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11.05.2008 - (rsn/sid) - Gleich auf der zweiten Etappe des Giro d'Italia haben die Italiener bei ihrem Heimrennen die Muskeln spielen lassen. Auf dem 207 Kilometer langen Teilstück von Cefalu nach Agrigento siegte Riccardo Ricco (Saunier Duval) bei der Mini-Bergankunft vor seinen Landsleuten Danilo Di Luca (LPR), Davide Rebellin (Gerolsteiner) und Franco Pellizotti (Liquigas).
Mit Paolo Savoldelli (LPR) auf Rang fünf, Vincenzo Nibali (Liquigas, +8sec) auf Rang acht und Leonardo Piepoli (Saunier Duval, +8sec) auf Position neun konnten sich drei weitere Italiener unter den ersten Zehn platzieren.
1300 Meter vor dem Ziel hatte sich Joaquim Rodriquez (Caisse d`Epargne) aus dem dezimierten Feld abgesetzt. Bis 100 Meter vor dem Ziel sah es nach einem Sieg des Spanischen Meisters aus. Wenige Meter vor dem Ziel wurde Rodriquez, der am Ende den italienischen Fünffachsieg nicht verhindern konnte und den sechsten Rang belegte, allerdings noch von Ricco und Co. übersprintet.
Andreas Klöden unterstrich beim anspruchsvollen Finale seine Giro-Ambitionen. Der 32-jährige Astana-Fahrer kam mit acht Sekunden Rückstand auf Rang zehn an. Zwei Sekunden hinter Klöden fuhr sein Teamkollege Alberto Contador in einer weiteren Gruppe an der Seite des Russen Denis Menchov (Rabobank) über den Zielstrich. Der dritte Astana-Kapitän, Levi Leipheimer kassierte 20 Sekunden Rückstand. In seiner Gruppe saßen auch Gilberto Simoni (PVC Serramenti), Kanstantin Siutsou (High Road), Christian Pfannberger (Barloworld) und José Rujano (Caisse d`Epargne).
Für die Sprinterfraktion um Robert Förster (Gerolsteiner), Mark Cavendish (High Road) und Robbie McEwen (Silence-Lotto) waren die letzten Kilometer zu schwer. Auch von den Klassement-Fahrern erlitten auf der heutigen Etappe einige einen Rückschlag. Der Russe Wladimir Karpets (Caisse d`Epargne) verlor 1:19 Minuten, Mauricio Soler (Barloworld) 54 Sekunden und Evgeni Petrov (Tinkoff) 47 Sekunden.
In der Gesamtwertung hat Pellizotti die Führung übernommen. Der Liquigas-Profi liegt nun eine Sekunde vor dem bisher führenden US-Amerikaner Christian Vandevelde (Slipstream). Di Luca rangiert hinter dem Dänen Chris Anker Sörensen (CSC) auf dem vierten Platz. Bester deutscher Fahrer in der Gesamtwertung ist Jens Voigt (CSC, +28sec) auf Rang 14, Klöden folgt zeitgleich auf Rang 16.
Am Pfingstmontag startet die Giro-Karawane in Catania am Fuß des Ätna-Vulkans. Nach der einzigen Bergwertung am 1017m hohen Maletta-Pass geht es entlang der Küstenstraße am Ionischen Meer zur Meerenge von Messina. Die letzte Sizilien-Etappe endet nach 221km wieder am Tyrrhenischen Meer in Milazzo.
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