64. Vuelta a Espana

Rabobank Boom(t), Roels Dritter

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Lars Boom (Rabobank) gewinnt die 15. Etappe der 64. Vuelta a Espana.

14.09.2009  |  (rsn) – Die 15. Etappe der Vuelta a Espana stand ganz im Zeichen der Ausreißer. Nach 167,7 Kilometern von Jaén nach Cordoba triumphierte der Niederländer Lars Boom (Rabobank) als Solist vor dem Spanier David Herrero (Xacobeo Galicia) und dem Kölner Dominik Roels (Milram). Dessen slowakischer Teamkollege Martin Velits wurde Siebter.

Der 23 Jahre alte frühere Crossweltmeister, der Ende Mai die Belgien-Rundfahrt gewonnen hatte, feierte auf der Straße bisher den größten Erfolg seiner Karriere. Für Booms Rabobank-Team war es außerdem der erste Etappensieg bei der 64. Ausgabe der Spanien-Rundfahrt. Boom hatte rund 22 Kilometer vor dem Ziel im letzten Anstieg des Tages aus einer Spitzengruppe heraus attackiert und im Ziel 1:35 Minuten Vorsprung auf den 29-jährigen Herrero und 1:44 Minuten auf Roels. Der Kolumbianer Leonardo Duque (Cofidis) entschied den Sprint der ersten Verfolgergruppe für sich und wurde Vierter.

25 Minuten hinter dem Tagessieger rollte das Feld ins Ziel. André Greipel (Columbia HTC) gewann den Sprint und sicherte sich zwei Punkte im Kampf um das Grüne Trikot. Der Spanier Alejandro Valverde (Caisse d'Epargne) verteidigte sein Gold-Trikot. Auf den ersten Plätzen der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen.

„Das war ein großartiges Rennen heute“, sagte Boom im Ziel. „Es hat lange gedauert, bis die Gruppe wegkam. Ich habe es zu Beginn der Vuelta immer wieder probiert und in den Bergen Energie gespart, um es heute nochmal versuchen zu können.“ Wer nach den Bergstrapazen der vergangenen Tage Bummelei zu Beginn der Etappe erwartet hatte, sah sich getäuscht. Praktisch vom Start weg sorgte die Attacke einer Gruppe um die Klassementfahrer Samuel Sánchez (Euskaltel-Euskadi), Cadel Evans (Silence-Lotto), Ezequiel Mosquera (Xacobeo Galicia) und Robert Gesink (Rabobank) für große Aufregung vor allem bei Caisse d’Epargne. Aber die Valverde-Truppe war aufmerksam und stellte die Flüchtigen nach sechs Kilometern wieder. Danach legten die Fahrer ein hohes Tempo vor, fast 50 Kilometer in der ersten Stunde.

Es dauerte dann bis zum Kilometer 60, bis eine bunt gemischte 13 Fahrer starke Gruppe sich vom Feld loseisen konnte. Der Kölner Dominik Roels, sein Teamkollege Martin Velits, die Spanier Serafín Martínez, David Herrero beide (Xacobeo Galicia) und Vicente Reynes (Columbia-HTC), der Franzose Mathieu Ladagnous (Française des Jeux), der Niederländer Lars Boom (Rabobank), der Kanadier Christian Meier (Garmin-Slipstream), der Kasache Maxim Iglinsky (Astana), der Kolumbianer Leonardo Duque (Cofidis), der Belgier Olivier Kaisen (Silence-Lotto) sowie die beiden Russen Alexandr Kolobnev (Saxo Bank) und Alexander Efimkin (AG2R La Mondiale) bauten vor allem nach der Verpflegungszone ihren Vorsprung drastisch aus.

Fast 20 Minuten betrug nach 40 Kilometer der Vorsprung der Ausreißer auf das bummelnde Feld. Gefahr für das Gold-Trikot bestand aber zu keiner Zeit. Bester der Ausreißer war Herrero, der Überraschungsmann des Zeitfahrens in der ersten Woche, auf Rang 52 der Gesamtwertung mit mehr als einer Stunde Rückstand auf Valverde.

Auch bei der ersten Überquerung des 13,7 Kilometer langen Alto de San Jeronimo (Kat 2) änderte sich nichts an der Konstellation. Erst in der zweiten Passage des Jeronimo kam Bewegung ins Rennen. Zunächst setzten sich Boom, Roels, Martinez und Reynes aus der Spitze ab, kurz darauf schüttelte der ehemalige Crossweltmeister seine Begleiter ab. Herrero machte sich auf die Verfolgung von Boom, dahinter war die Gruppe auf sieben Fahrer geschrumpft, darunter auch Velits und Roels. Herrero hatte an der Bergwertung rund elf Kilometer vor dem Ziel fast eine Minute Rückstand auf den wie entfesselt fahrenden Boom, die erste Verfolgergruppe folgte eine weitere Minute dahinter.

In der Abfahrt ließ Boom nichts mehr anbrenne. Auch der zweite Platz von Herrero nicht gefährdet, obwohl der Spanier sich in einer Kurve versteuerte und stoppen musste. Roles setzte sich auf den letzten Metern noch von der Gruppe ab, sicherte sich den dritten Platz und untermauerte einmal mehr seine gute Form bei dieser Vuelta.

Eine ausführliche Schilderung des Etappenverlaufs finden Sie in unserem LIVE-Ticker.

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