San Luis: Italiener erleidet Schädelfrakturen

Malori nach schwerem Sturz im künstlichen Koma

Foto zu dem Text "Malori nach schwerem Sturz im künstlichen Koma"
Adriano Malori (Movistar) | Foto: Cor Vos

23.01.2016  |  (rsn) – Adriano Malori (Movistar) hat sich bei dem Sturz auf der 5. Etappe der Tour de San Luis schwere Kopfverletzungen zugezogen und ist nach Angaben seines Teamarztes Jesus Hoyos in ein künstliches Koma versetzt worden. "Wir können nur abwarten und schauen“, sagte Hoyos zu Tuttobici.

Wie das Internetportal unter Verweis auf mehrere Fahrer berichtete, sei Malori, an der Spitze des Feldes fahrend, aufgrund eines Risses in der Straße bei hohem Tempo gestürzt. Dabei verlor der Italiener kurz das Bewusstsein, wurde später aber im Krankenhaus sediert. Malori zog sich laut ärztlichem Bulletin Schädelfrakturen und einen Schlüsselbeinbruch zu. Hoyos sprach zwar davon, dass keine “schweren Verletzungen“ festgestellt worden seien. “Ein Schlag auf den Kopf ist aber ein Schlag auf den Kopf“, begründete er die Vorsichtsmaßnahme der Ärzte, die Malori nun zunächst 48 Stunden beobachten wollen. Giovanni Lombardi, Veranstalter der Tour de San Luis, soll bereits mit der Familie Malori in Italien Kontakt aufgenommen haben.

Zu dem Unfall war es rund 25 Kilometer vor dem Ziel gekommen, als das Feld Jagd auf eine dreiköpfige Ausreißergruppe machte. Malori schlug dabei mit dem Kopf auf dem Asphalt auf und verursachte einen Massensturz, bei dem unter anderem vier der sechs Etixx-Quick-Step-Fahrer ebenfalls zu Boden gingen.

Am schlimmsten erwischte es dabei die Neuzugänge Fernando Gaviria und Rodrigo Contreras. Für die beiden Kolumbianer ist das Rennen ebenfalls zu Ende. Gaviria brach sich nach Angaben seines Teams den Speichenknochen des linken Arms, Contreras musst an einer großen Wunde am Knie mit 15 Stichen genäht werden. Alle weiteren Gestürzten kamen mit geringeren Blessuren davon und können heute wohl an den Start der 6. Etappe gehen. Im Fall von Malori wollen die Ärzte im Tagesverlauf ein weiteres Bulletin herausgeben, In den sozialen Medien erhielt der Dritte des WM-Zeitfahrens von Richmond, der kommende Woche 28 Jahre alt wird, viele Genesungswünschen von Kollegen und Freunden.

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