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17.05.2010 | (rsn) – Während André Greipel (HTC-Columbia) beim Giro d’Italia seinem anvisierten Etappensieg noch hinterher fährt, hat es bei Teamkollege Mark Cavendish gleich zum Auftakt der Kalifornien-Rundfahrt geklappt. Der 24 Jahre alte Brite wurde auf dem ersten Teilstück über 167,8 Kilometer von Nevada City nach Sacramento seiner Favoritenrolle gerecht und entschied in der kalifornischen Hauptstadt den erwarteten Massensprint souverän vor dem Argentinier Juan José Haedo (Saxo Bank) und dem Norweger Alexander Kristoff (BMC Racing) für sich.
Hinter dem Südafrikaner Robert Hunter (Garmin-Transitions) und dem Australier Jonathan Cantwell (Fly V Australia) fuhr Marcus Burghardt (BMC Racing) als bester Deutscher auf den sechsten Platz. Der Kölner Andreas Stauff (Quick Step), dessen Kapitän Tom Boonen in einen Sturz auf dem abschließenden Rundkurs verwickelt war, wurde Achter.
"Wenn ich an der richtigen Stelle abgeliefert werde, fahre ich als Erster über die Ziellinie”, sagte Cavendish, der den Sprint von seinem etatmäßigen Anfahrer Mark Renshaw mustergültig vorbereitet bekam. Der Australier belegte selber noch Platz 13, eine Position hinter dem hoch gehandelten slowakischen Jungstar Peter Sagan (Liquigas). „Der Druck ist weg. Jetzt schauen wir auf’s Gesamtklassement“, so Cavendish nach seinem dritten Saisonsieg weiter.
Da fordert Teamkollege Michael Rogers den US-amerikanischen Titelverteidiger Levi Leipheimer (RadioShack) heraus. Beide erreichten genauso wie Leipheimers Teamkollege Lance Armstrong mit dem Feld das Ziel. Der Freiburger Heinrich Haussler (Cervélo TestTeam) belegte im ersten Rennen nach seiner langen Verletzungspause mit 2:38 Minuten Rückstand den vorletzten Platz.
Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen bildete eine niederländisch-US-amerikanische Kombination die Gruppe des Tages. Maarten Tjallingii (Rabobank) und Marc De Maar (United Healthcare) sowie Chad Beyer (BMC) und Paul Mach (Bissell) ergriffen schon auf den ersten Kilometern die Flucht und erarbeiteten sich einen Maximalvorsprung von fast sechs Minuten.
Unter Führung von Cavendishs Columbia-Team leistete das Feld in der Folge Maßarbeit und stellte mit de Maar den letzten der vier Ausreißer erst auf den drei Schlussrunden (zu je 3,2 Kilometern). Auf den heiß umkämpften letzten 1.000 Metern zerfiel das Feld nach diversen Stürzen in mehrere Teile. Columbia und Cavendish ließen sich davon allerdings nicht beirren und fuhren überlegen den angepeilten Auftaktsieg im Heimrennen ein.
Auf der letzten Runde waren zuvor bereits neben Boonen noch der Australier Stuart O'Grady (Saxo Bank), der Kanadier Dominique Rollin (Cervélo TestTeam), BCM-Kapitän George Hincapie sowie dessen US-Landsmann Andrew Pinfold (United Healthcare-Maxxis). Alle fünf konnten das Rennen beenden. Hincapie, einer der Kandidaten für’s Gesamtklassement, gelang als Einzigem noch der Anschluss an das Feld.
Die 2. Etappe am Dienstag nimmt Cavendish im Gelben Trikot des Gesamtführenden in Angriff. Der zweitplatzierte Haedo hat vier Sekudnen Rückstand, Kristoff und Tjallingii (beide +0:06) folgen auf den Plätzen drei und vier. Burghardt (+0:10) belegt Rang zehn.