WM-Start nicht in Gefahr

Nibali muss mindestens zwei Wochen pausieren

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Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) | Foto: Cor Vos

20.07.2018  |  (rsn) - Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) wird nach seiner Wirbelfraktur, die er sich bei dem Unfall im Schlussanstieg der gestrigen Königsetappe zugezogen hat, mindestens zwei Wochen kein Rad fahren können. Das teilte sein Team mit, nachdem der Italiener am Donnerstagabend in ein Krankenhaus nach Grenoble gebracht worden war, wo bei Scans die Verletzung festgestellt wurde. Erste Röntgenaufnahmen nach dem Etappenende hatten das noch nicht bestätigt, doch da Nibali über Schmerzen klagte, berfürchtete sein Team bereits einen gebrochenen Wirbel.

Der 33-Jährige, der sich knapp vier Kilometer vor dem Ziel möglicherweise mit dem Lenker in der Umhängeschlaufe einer Kamera verfangen hatte, konnte die Etappe noch beenden und sogar seinen vierten Rang im Gesamtklassement behaupten. Gegenüber Reportern berichtete Nibali aber über starke Rückenschmerzen und dass er sich untersuchen lassen wolle. Im Ziel auf 1.850 Metern Höhe war allerdings kein Helikopter verfügbar, so dass er im Krankenwagen und mit Polizeieskorte nach Grenoble gebracht wurde.

Noch am Abend bestätigte Bahrain-Merida-Teamarzt Emilio Magni gegenüber Tuttobiciweb das Ergebnis der Untersuchungen. "Es gibt eine Fraktur des T10-Wirbels. Es ist eine nicht dislozierte (verschobene) Fraktur, aber es ist klar, dass Vincenzo mindestens 15 Tagen nicht mehr Rad fahren kann."

Nibali ist nach Richie Porte (BMC) der zweite Podiumskandidat, der die diesjährige Tour nach einem Sturz verlassen muss. Wie Magni weiter erklärte, werde in einigen Tagen ein weiterer Scan vorgenommen. Der Start bei der Straßen-WM im September sei aber nicht gefährdet, wie ein Teamsprecher vor dem Start der 13. Etappe in Bourg d'Oisans radsport-news.com gegenüber erklärte.

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