US-Amerikaner gewinnt Vuelta-Bergankunft

King ruft sich auch sportlich wieder in Erinnerung

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Ben King (Dimension Data) freut sich über seinen Vuelta Coup | Foto: Cor Vos

28.08.2018  |  (rsn) - Bis zum heutigen Tag wäre Ben King (Dimension Data) in einem Saisonrückblick als der Fahrer in Erinnerung geblieben, der mit einer Unachtsamkeit bei der Classica San Sebastian Egan Bernal (Sky) und Mikel Landa (Movistar) zu Sturz brachte und deren Verletzungen sie für längere Zeit außer Gefecht setzen. Doch durch seinen heutigen Vuelta-Etappensieg bei der Bergankunft in den Sierra de la Alfaguara (1. Kat) rief sich der ehemalige US-Meister auch aus sportlicher Sicht wieder in Erinnerung.

Dass es mit dem 29-Jährigen nicht den Falschen mit dem Erfolg getroffen hat, zeigen die Reaktionen der Konkurrenz auf Twitter. So schrieb Dirk Demol, Sportlicher Leiter bei Trek-Segafredo: "Schöner Sieg eines super guten Jungen, einem respektierten Helfers. Ich freue mich für ihn, das ist absolut verdient"; twitterte der Belgier.

Auch Larry Warbasse, aktuell noch in Diensten des sich in der Auflösung befindlichen Aqua Blue Sport-Teams, meldete sich zu Wort. "Heute früh hat Ben mir noch eine Nachricht geschickt, um zu schauen, ob es mir (nach der Bekanntgabe des Aqua Blue Sport-Aus, Anm. d. Red) gut geht und dass er mir versuchen würde zu helfen. Und nun am Abend gewinnt er seine erste GrandTour-Etappe. Ich freue mich für dich", so Warbasse.

King selbst gab zu Protokoll, dass ein GrandTour-Etappensieg seit Jahren ein großer Traum von ihm gewesen wäre. Doch im Hochgefühl des Erreichten, gab sich der Dimension Data-Profi dennoch demütig. "Schon in der Fluchtgruppe vertreten zu sein war für mich eine Ehre", so der 20-Jährige, der sich vor der 12 Kilometer langen Schlusssteigung in eine gute Position brachte und dann "im Zeitfahrmodus" gemeinsam mit dem Kasachen Nikita Stalnov (Astana) den Berg hochfuhr, um diesen letztlich im Zweiersprint souverän zu schlagen.

"Es ist kein Geheimnis, dass es für unser Team eine schwierige Saison ist", spielte King darauf an, dass sein Sieg erst der sechse Saisonsieg seines Rennstalls und der erste auf WorldTour-Niveau gewesen war. "Aber die Stimmung in der Mannschaft ist großartig. Wir glauben an das, was wir tun und an das Potential im Team. Ich weiß, dass Siege dazu beitragen, dass mehr Geld an Qhubeka gespendet werden kann, deshalb ist es eine Ehre für solch eine großherzige Initivative zu fahren und gibt Extra-Motivation"; meinte King.

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