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"Ich habe großen Mist gebaut."
(Rückkehrer Patrik Sinkewitz zu seiner Dopingvergangenheit)
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14.08.2004 - Paolo Bettini hat das olympische Straßenrennen gewonnen. Der 30jährige Italiener setzte sich im Schlussspurt gegen den Portugiesen Sergio Paulinho durch. Dritter wurde der Belgier Axel Merckx.
Erik Zabel musste sich mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben und war natürlich maßlos enttäuscht: "Schade, um vier Sekunden an Bronze vorbei. Das erinnert mich an Barcelona - aber c'est la vie."
Jan Ullrich hat die historische Chance verpasst, als erster Radprofi seinen Olympiasieg zu wiederholen. Der Goldmedaillen-Gewinner von Sydney musste unter gnadenlos glühender Sonne mit dem 19. Rang zufrieden sein. Bei über 40 Grad hatten Bettini und Paulinho in der vorletzten Runde erfolgreich attackiert. Der Tour-de-France-Vierte Ullrich konnte nicht folgen.
Ullrich, der sich fest eine Medaille vorgenommen hatte und damit auch seine Vorstellung auf der Tour vergessen machen wollte, muss nun alle Hoffnungen auf das Zeitfahren über 48 km am Mittwoch setzen. Auch der Tour-Zweite Andreas Klöden, der mit Krämpfen ausstieg, und Michael Rich hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.
Die aktivsten Fahrer waren zu Beginn der Paris-Roubaix-Gewinner Magnus Backstedt, der als erster ausriss. In der sechsten von 17 Runden bekam der bullige Schwede Gesellschaft von Tour-Bergkönig Richard Virenque (Frankreich) und dem Zeitfahr-Spezialisten Laszlo Bodrogi (Ungarn).
Dahinter zeigten sich die deutschen Fahrer auf der Höhe des Geschehens und an der Spitze des Verfolgerfeldes, in dem Ullrich und Klöden in der neunten Runde das Tempo forcierten. Ergebnis: Die Ausreißer wurden bald gestellt. Backstedt gab sieben Runden vor Ende ebenso wegen Erschöpfung auf wie Klöden und Rich, der sich für das Zeitfahren noch einiges ausrechnet.
"Andreas hat bei der extremen Hitze versäumt, genug zu trinken. Deshalb bekam er Krämpfe", sagte Teamarzt Lothar Heinrich. Den Fahrern war gestattet worden, auch außerhalb der Boxengasse Getränke aus den Begleitfahrzeugen anzunehmen. Sie hätten laut Heinrich rund zehn Liter trinken müssen. "Ich habe genug getrunken, aber trotzdem Krämpfe bekommen. Ich fühle mich nach meiner super- super Tour irgendwie ausgepowert", sagte Klöden.
Auch Jens Voigt (Berlin) fuhr nicht durch. Schwere Stürze hatten zum Auftakt für Dramatik gesorgt: Der spanische Weltmeister Igor Astarloa stürzte zwei Kilometer nach dem Start. Mit ihm gingen auch Michael Boogerd (Niederlande) und drei weitere Fahrer zu Boden. Die beiden Mitfavoriten konnten das Rennen nicht fortsetzen.
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