Profi-Radsport

Revolte gegen UCI

Sechs Verbände lehnen die ProTour ab

30.11.2006 - (sid) - Die ProTour-Serie des Radsport-Weltverbandes UCI steht mehr denn je unter massivem Beschuss. Sechs Landesverbände gingen nach einem Meeting am Donnerstagabend in die Opposition und erklärten ihre "formelle" Ablehnung der Rennserie "in ihrer derzeit aktuellen Form". Der gegen den Dachverband revoltierenden "Sechser-Bande" gehören die Vertreter der Radsport-"Großmächte" Frankreich, Italien, Belgien und Spanien sowie Luxemburg unter Österreich an.

Das Sextett unterstützt die Internationale Vereinigung der Rennveranstalter AIOCC, die gegen die von der UCI als Nachfolge der Weltcuprennen vor zwei Jahren geschaffene ProTour von Beginn an opponiert. Die Organisatoren der großen Rundfahrten Tour de France, Giro d"Italia und Spanien-Rundfahrt hatten im Streit um Finanzen und Selbstbestimmmungsrechte ohnehin schon mehrmals mit Boykott gedroht.

Die aufständigen Verbände wollen nun die Gründung eines "Runden Tischs", bei dem die Probleme der kontroversen Seiten geklärt werden sollen. In den Details geht es um mehr Mitspracherechte bei der Vergabe von Rennen und Kürzungen der Privilegien der ProTrour.

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