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03.12.2006 - (Ra) - Wir drücken den Fahrern während der Rennen die Daumen, zittern mit, wenn sie abgehängt werden, leiden mit ihnen, wenn sie stürzen oder verlieren. Doch was wissen wir über den Menschen im Sattel? In einer neuen Reihe von Radsport aktiv geben die Profis einige Geheimnisse preis. Heute: Tobias Erler (27, Lamonta) privat.
Wie und wo verbringen Sie den Winter?
Ich verbringe den Winter schön brav mit Training, Kraftraum und draußen frieren. Zwei Mal werde ich hoffentlich in den Süden fahren, um Kilometer abreißen zu können.
Welchen Schulabschluss haben sie?
Abi über die Berufsoberschule.
Welchen Beruf hätten Sie gewählt, wenn Sie kein Radprofi geworden wären?
Lehrer. Da bin ich grade noch in der Ausbildung. Fächer Mathe/Sport für’s Gymnasium.
Was machen Sie, wenn Sie nicht im Sattel sitzen?
Lernen. Mathe ist sportlich! Wenn das Hirn dann auch kaputt ist, dann hänge ich einfach gern rum.
Welches ist Ihr Lieblingsrennen?
Landschaftlich war die Qinghai-Lake in China ein sehr schönes Erlebnis. Aber vom Sportlichen betrachtet werde ich im nächsten Jahr viele Lieblingsrennen fahren.
Haben Sie besondere Rituale vor dem Start?
Nein, außer Essen (und das tut jeder) gibt es nichts Besonderes.
Was darf bei keinem Rennen fehlen?
Die Ziellinie und Attacken.
Wie verkraften Sie die Trennung von Ihrer Frau/Lebensgefährtin/Freundin während der Einsätze?
Bin solo - von daher kein Problem.
Was war Ihr peinlichstes Erlebnis als Radprofi?
Hmm, ich wüsste nichts Peinliches.
Was war Ihr schönster Erfolg?
Die Korea-Rundfahrt zu gewinnen war ein schöner Erfolg. Gelb verleiht Flügel. Das am eigenen Körper zu spüren ist unglaublich. Aber an sich finde ich das Gefühl von Flow den größten Erfolg, den ein Sportler haben kann. Ob man dann gewinnt, ist egal.
Welches war Ihr schlimmstes Erlebnis?
2000 nicht an der Bayernrundfahrt teilnehmen zu dürfen wegen Krankheit.
Was machen Sie nach der Karriere?
Kinder! Und Kindern Rechnen und den Purzelbaum lernen. Außerdem so oft es geht in die Berge.
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