Profi-Radsport

Fall Unibet

McQuaid wirft ASO Vertragsbruch vor

11.04.2007 - (sid) - Der Streit zwischen dem Weltradsportverband UCI und dem Tour-de-France-Veranstalter ASO geht in die nächste Runde. UCI-Präsident Pat McQuaid warf der ASO Vertragsbruch vor. Grund war der Ausschluss der ProTour-Mannschaft von Unibet.com bei den Rennen Wallonischer Pfeil (25. April) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (29. April) durch die ASO.

"Die Vereinbarung ist offensichtlich gebrochen worden und wir prüfen nun, welche Maßnahmen wir ergreifen können", sagte McQuaid am Rande des ProTour-Rennens Gent-Wevelgem am Mittwoch. Unibet hatte in dieser Saison auch keine Startberechtigungen für die von der ASO veranstalteten ProTour-Rennen Paris-Nizza, Tirreno-Adriatico und Paris-Roubaix erhalten. Der Unibet-Boykott der ASO verstößt gegen eine Abmachung mit der UCI. Die Vereinbarung sah vor, dass der von den Tour-Organisatoren nicht akzeptierte Rennstall per Wildcards die Starterlaubnis für ASO-Rennen erhalte.

Die ASO hatte ihre Entscheidung damit gerechtfertigt, dass es nach belgischem wie französischem Gesetz verboten ist, Werbung für Wettanbieter wie Unibet zu betreiben. Die belgische Glücksspiel-Kommission sprach dementsprechend nach dem Start des Teams von Markus Eichler (Varel) bei Gent-Wevelgem eine Verwarnung aus.

Hintergrund der ASO-Haltung ist der Machtkampf mit der UCI, die den Veranstaltern für ihre Rennen zwingend die Zulassung aller ProTour-Teams vorschreibt.