Profi-Radsport

Belgischer Regierung droht Verfahren

Unibet kann auf EU-Kommission hoffen

23.05.2007 - Brüssel (dpa/Ra) - Der Ausschluss des schwedisch-belgischen Unibet-Teams von zwei Toprennen in Belgien hat die EU-Kommission alarmiert. Die EU-Behörde verlangt von der belgischen Regierung, mit einer extrem kurzen Frist von zehn Tagen, Erläuterungen zu dem Fall.

Das geht es aus einem Schreiben der Kommission vor, das der deutschen Nachrichtenagentur dpa in Brüssel vorliegt. Falls die Antworten der belgischen Regierung unzureichend sind, droht ein Verfahren. Dem Team sei die Teilnahme an den Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich und Flèche Wallone offensichtlich mit Hinweis auf gesetzliche Beschränkungen zu Wettunternehmen versagt worden. Unibet wird unter anderem von dem in Malta zugelassenen Online-Buchmacher Unibet finanziert und fährt mit einer schwedischen Lizenz.

Nach der Nichtberücksichtigung des Teams für die letztjährige Tour de France hatte die Kommission bereits im vergangenen Jahr ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Frankreich eröffnet. Ein solches Verfahren kann in letzter Konsequenz zu einer Klage vor dem höchsten EU-Gericht, dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg führen.

Auskünfte sollen auch von den italienischen Behörden wegen Beschränkungen beim Giro d`Italia verlangt werden, hieß es aus der Behörde. Ein Brief sei aber bisher noch nicht nach Rom geschickt worden.

EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy hatte schon im französischen Fall deutlich gemacht, dass ausländische Teams nicht ausgeschlossen werden können, weil Sponsoren nicht genehm seien. Die Kommission begründete die knappe Fristsetzung für die Antwort mit der anstehenden Tour de France in Großbritannien, Belgien und Frankreich. Der Brief wurde bereits in der vergangenen Woche verschickt.

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