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16.05.2007 - Monte Vergine (dpa/sidRa) - Bei der ersten Bergankunft des 90. Giro d`Italia haben sich die Favoriten einen ersten Schlagabtausch geliefert, aus dem Danilo di Luca (Liquigas) als Sieger hervorging. Der Lüttich-Bastogne-Lüttich-Gewinner landete einen Doppelschlag, nahm seinem Teamkollegen Enrico Gasparotto im Ziel der 4. Etappe erwartungsgemäß das Rosa Trikot wieder ab und feierte nach 153 Kilometern den Tagessieg.
Auf dem 1260 Meter hohen Monte Vergine in Kampanien ließ di Luca, vorher von seinem Team vorbildlich unterstützt, seinen Landsleuten Riccardo Ricco (Saunier Duval) und Damiano Cunego (Lampre) im Zielsprint keine Chance.
Der 31-jährige Liquigas-Kapitän konnte einem seiner mutmaßlichen schärfsten Konkurrenten um den Gesamtsieg, Paolo Savoldelli (Astana), wertvolle Zeit abnehmen. Dagegen konnten Cunego und Gilberto Simoni (Saunier Duval) ihrem Landsmann einigermaßen standhalten und erreichten einige Meter hinter di Luca das Ziel. Cunego war zeitgleich, Simoni verlor nur einige Sekunden.
Ein Massensturz 65 Kilometer vor dem Ziel wäre beinahe rennentscheidend geworden. Auf dem durch Nieselregen seifenglatten Asphalt kamen rund 50 Fahrer des Hauptfeldes zu Fall, unter ihnen Olympiasieger und Weltmeister Paolo Bettini (Quick Step) sowie der Träger des Rosa Trikots. Bettini musste sich am Wagen des Rennarztes wegen Rippenschmerzen behandeln lassen. Deshalb spielte er in der Tageswertung keine Rolle und erreichte das Ziel mehrere Minuten nach di Luca. Vorher war zum dritten Mal Giro-Debütant Tim Klinger vom Team Gerolsteiner gestürzt.
Die unliebsame Unterbrechung durch den Sturz im Hauptfeld nutzten drei Ausreißer, die beiden Russen Yuriy Krivtsov (Ag2r) und Pavel Brutt (Tinkoff) sowie dem Spanier Markel Irizar (Euskaltel-Euskadi), die ihren Vorsprung im Anschluss auf fast sieben Minuten ausbauten. Das Trio hatte sich 33 Kilometer nach dem Start vom Feld absetzen können. Aber in der Endabrechnung nützte ihnen auch der große Vorsprung nichts - sie wurden auf dem 17 Kilometer langen Schlussanstieg hinauf zum Monte Vergine gestellt. Der letzte Ausreißer, der Mexikaner José Perez-Cuapio (Panaria Navigare), wurde von der di Luca-Gruppe erst 800 Meter vor dem Zielstrich eingeholt.
Am Donnerstag nimmt das Peloton Kurs in Richtung Rom. Nach 173km mit Start in Teano endet die fünfte Etappe kurz vor der Hauptstadt im Weinort Frascati. Dabei ist 15km vor dem Ziel noch eine Bergwertung zu meistern, wodurch nicht unbedingt mit einer Sprint-Entscheidung zu rechnen ist.
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