Giro: T-Mobile verteidigt «Rosa»

Ricco ließ sich überreden! Arvesen bezwingt Bettini

20.05.2007  |  Fiorano Modenese (dpa/Ra) - Weltmeister und Olympiasieger Paolo Bettini war im Ziel der 8. Etapppe des 90. Giro d`Italia der unglücklichste Mann im Fahrerfeld. Der kleine Italiener scheiterte im Spurt einer 22-köpfigen Ausreißergruppe nach 200 Kilometern in Fiorano Modenese an dem Norweger Kurt-Asle Arvesen (CSC). Bettini hatte beim letztlich vergeblichen Versuch, endlich seine erste diesjährige Giro-Etappe zu gewinnen, fast schon wie der Tagessieger ausgesehen, aber doch zu früh attackiert.

Zehn Meter vor dem Ziel verließen ihn nach seinem langen Spurt die Kräfte und Arvesen, ein Team-Kollege des Berliner Profis Jens Voigt, passierte ihn. Der Italiener Marco Pinotti (T-Mobile), der mit dem Hauptfeld 4:19 Minuten nach den Ausreißern ins Ziel kam, konnte sein Rosa Trikot knapp verteidigen und führt vor der morgigen Etappe mit 28 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Andrea Noe (Liquigas), der mit der Spitzengruppe ins Ziel gekommen war.

Die Ausreißer hatten sich schon kurz nach dem Start zusammengefunden und wiesen 50 Kilometer vor dem Ziel noch sieben Minuten Vorsprung auf. 15 Kilometer vorher kam es zu der Kuriosität, dass Riccardo Ricco (Saunier Duval), der mit in der Gruppe fuhr, inständig gebeten wurde, sich zurückfallen zu lassen. Die große italienische Hoffnung kam der Bitte nach und erhöhte damit die Chancen der anderen Fahrer durchzukommen. Ricco hätte wegen seiner guten Platzierung im Gesamtklassement eine akute Gefahr für die Favoriten dargestellt, und die hätten dann womöglich alles daran gesetzt, dass die Ausreißer das Ziel nicht vor dem Feld erreichen.

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