Profi-Radsport

Ärger um "Ehrenerklärungen"

Elk Haus startet mit Einstweiliger Verfügung

10.08.2007 - (sid/Ra) - Schon am ersten Tag der Deutschland Tour gibt es außerhalb der Rennstrecke Ärger. Trotz einer kurz zuvor ausgesprochenen Ausladung durch die Organisatoren ging das österreichische Team Elk Haus Simplon am Freitag in Saarbrücken an den Start. Das zweitklassige Team, das nur durch eine Wild Card ins Hauptfeld gerutscht war, hatte am Donnerstag per Einstweiliger Verfügung vor einem Hamburger Gericht sein Startrecht eingeklagt.

Die Organisatoren haben inzwischen Einspruch gegen den Bescheid eingelegt. Möglicherweise wird die Mannschaft noch während der Deutschland-Tour aus dem Rennen genommen. "Es gibt ein Reglement, aber manchmal steht das Gesetz darüber. Das ist ärgerlich", sagte Tour-Chef Kai Rapp.

Hintergrund für die Ausladung ist die Tatsache, dass die Mannschaft die vom Veranstalter geforderte Ehrenerklärung nicht fristgerecht unterschrieben hatte. "Vor drei Tagen haben wir alle unterschrieben. Das Problem war, dass unser Manager im Urlaub war. Der Fehler liegt beim Veranstalter. Er hätte die Erklärungen anfordern müssen", behauptete Elk-Profi Jochen Summer vor dem Start. Rapp wies die Schuld von sich: "Es zeigt sich, dass das Team noch nicht professionell strukturiert ist."

Die Ehrenerklärung wurde analog zur Tour de France von allen Fahrern eingefordert. In diesem Schreiben versichert der Fahrer, dass er nicht in einen Dopingfall verwickelt ist und nicht gegen das Anti-Doping-Reglement der UCI verstoßen wird. Bei Verstößen werde er einen Beitrag in Höhe des Jahresgehalts zu Dopingbekämpfung leisten. Die Ehrenerklärung sei allerdings juristisch fragwürdig, wie das Hamburger Gericht feststellte.