|
|
Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a España
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
13.08.2007 - Offenburg/Sonthofen (dpa/Ra) - In Offenburg herrschte Abschieds-Stimmung: Erik Zabel ließ im Ziel der 3. Etappe der Deutschland-Tour bei seinem 199. Karriere-Sieg noch einmal alte Klasse aufblitzen - vielleicht zum letzten Mal.
Der Saisonerfolg Nummer vier könnte für den 37-Jährigen der Schlusspunkt einer einzigartigen Laufbahn gewesen sein, auf der nach Zabels kontrovers aufgenommener Doping-Beichte vom Mai des Jahres ein Schatten liegt.
Die Zukunft des gebürtigen Berliners steht in den Sternen, obwohl er beim Milram-Team noch einen gültigen Vertrag bis Ende 2008 hat und im September in Stuttgart die Weltmeisterschaft bevorsteht, die für ihn noch einmal einen Höhepunkt markieren sollte. «Es gibt Tage, da habe ich keine Lust mehr zu fahren», sagte Zabel in Offenburg.
Nicht wenige halten einen WM-Start des belasteten Sprinters, nach Siegen gerechnet der erfolgreichste noch aktive Radprofi der Welt, für nicht angebracht. Team-Sponsor Nordmilch aus Bremen weiß noch nicht, ob er sich im nächsten Jahr in der verrufenen Branche weiter engagiert, und wenn ja, ob Zabel dann noch dabei sein darf.
In den nächsten sechs Wochen dürfte sich Zabels sportliches Schicksal entscheiden. «Im September wird Milram die Entscheidung bekannt geben, ob ich meinen Vertrag erfüllen kann. Und ein Termin für ein Gespräch mit dem Bund Deutscher Radfahrer die WM betreffend steht schon fest», sagte er nach seinem Triumph von Offenburg, wo er den 13. Etappensieg bei der Deutschland-Tour seit 1999 feierte.
Nach dem öffentlichen Geständnis in der Bonner Zentrale seines früheren Arbeitgebers T-Mobile hatte er seinen Verzicht auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking verkündet. Er wolle «die Mannschaft nicht belasten». Ein freiwilliger Rückzug für Stuttgart, wie es im BDR bis auf seinen Freund Rudolf Scharping vielleicht manche gerne sähen, kommt für Zabel offensichtlich nicht in Frage. «Wenn ich eine Startchance bekomme, hätte ich nichts dagegen», sagte der Berliner.
BDR-Chef Scharping, der mit seinem Präsidium am 29. August darüber entscheiden will, ist für einen Start, die Verantwortlichen in Stuttgart, Sportpolitiker und mancher Funktionär dagegen. BDR-Vize Dieter Kühnle drückte sich diplomatisch aus: «Ich bin für einen totalen Neuanfang, der schon in Stuttgart beginnen sollte.» Von «Altlasten», die womöglich die Glaubwürdigkeit des leidgeprüften Radsports weiter belasteten, sollte man sich trennen.
Beim Thema T-Mobile wurde Zabel ganz schwer ums Herz. Nach der Frage, ob er sich schon 2008 eine berufliche Zukunft bei seinem alten Rennstall vorstellen könnte, zögerte der zweifache Vize-Weltmeister einen Moment und schien um Fassung zu ringen. Eigentlich würde er seine Freunde Rolf Aldag und Jan Schaffrath - beide Team-Leiter bei der Bonner Konkurrenz - im blauen Milram-Trikot «gern noch ein Jahr lang ärgern», aber «das liegt nicht an mir».
Milram-Manager Gerry van Gerwen rechnet in den «kommenden zwei Wochen» mit einer Entscheidung des Sponsors pro oder contra Profiradsport. «Wir haben einen Vertrag bis 2009, aber es gibt Klauseln und Überlegungen in verschiedene Richtungen», sagte der Niederländer.
Die Beichte Zabels, die Anschuldigungen Jörg Jaksches an die Adresse des Team-Besitzers und Lizenzhalters Gianluigi Stanga und das Verfahren gegen den des Dopings beschuldigten Topsprinters Alessandro Petacchi haben dem norddeutschen Sponsor aus der Molkerei-Branche arg zugesetzt. Vielleicht so sehr, dass er bereits nach zwei Jahren das Handtuch wirft und die pro Saison fälligen, geschätzten knapp zehn Millionen Euro anders verwendet.
Degenkolb gelingt historisches Triple (06.10.2008)
Westmattelmann deutscher Zeitfahr-Hochschulmeister (06.10.2008)
Retschke als Solist zum elften Saisonsieg (29.09.2008)
Re: Keine Nachuntersuchungen von Giro-Dopingproben (12.10.2008)
Re: Schumacher postitiv auf CERA (Quelle:l´équipe) (12.10.2008)
Re: Kommt Ulle rechtzeitig in Form? (11.10.2008)
Re: Entwicklung UCI - Rücktritt Vizepräsident - neuer Rennkalender (11.10.2008)
Re: Ralf Grabsch (11.10.2008)