"Kein Dopingfall"

BDR entlastet Schumacher

08.01.2008  |  (sid) - Gute Nachrichten für Stefan Schumacher: Der WM-Dritte muss definitiv keine Dopingsperre fürchten. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) teilte nach Prüfung der Sachlage mit, dass es sich trotz des Nachweises von Amphetaminen im Blut des Gerolsteiner-Profis nicht um einen Dopingfall handelt.

Schumacher hatte im Oktober 2007 unter Alkoholeinfluss einen Gartenzaun in Nürtingen mit seinem PKW beschädigt und war daraufhin mit einem zehnmonatigen Fahrverbot belegt worden. Im Zuge der polizeilichen Ermittlung wurde bekannt, dass geringe Spuren von Amphetaminen in Schumachers Körper gefunden worden waren.

"Nach dem Erhalt der Informationen hat der Bund Deutscher Radfahrer - auch nach Rücksprache mit den zuständigen nationalen und internationalen Gremien - die Angelegenheit sofort geprüft und kommt zu dem Schluss, dass es sich dabei um keinen Dopingfall handelt", heißt es in der BDR-Mitteilung.

Amphetamine außerhalb des Wettkampfes nicht auf der Liste

Der BDR begründet seine Entscheidung damit, dass zwischen dem WM-Rennen am 30. September und der Polizeikontrolle nach Schumachers Unfall am 7. Oktober "mehr als eine Woche liegt, und davon auszugehen ist, dass die Amphetamine weder im Rahmen eines Wettkampfes, noch in einer Wettkampfvorbereitungsphase in Stefan Schumachers Körper gekommen sind". Auf der Verbotsliste der Welt-Antidopingagentur WADA sind Amphetamine außerhalb des Wettkampfes nicht aufgeführt.

Schumacher hatte die Einnahme derartiger Substanzen bestritten: "Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie das in meinen Körper gekommen ist. Ich habe keine Drogen wissentlich zu mir genommen und werde jetzt das weitere Vorgehen sehr genau prüfen, auch einen möglichen Einspruch."

Der Gerolsteiner-Profi sieht sich nicht zum ersten Mal Manipulationsvorwürfen ausgesetzt, konnte diese aber immer widerlegen. Wenige Tage vor der WM im September in Stuttgart hatte eine Dopingkontrolle "auffällige Blutwerte" angezeigt, die jedoch nach Zusatztests vom Weltverband auf eine Durchfallerkrankung zurückgeführt wurden. Vor zwei Jahren war Schumacher positiv auf ein Asthmamittel getestet worden, konnte allerdings eine Ausnahmegenehmigung vorweisen.

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