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15.01.2008 - (sid/Ra) - Stefan Schumacher droht nach seiner Alkoholfahrt am am 7. Oktober 2007 ein Nachspiel seitens seines Arbeitgebers Team Gerolsteiner. «Anwälte haben mir zwar empfohlen, es als Schumachers Privatangelegenheit anzusehen. Aber so kann es nicht weiter gehen. Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Es gibt Gespräche», kündigte Manager Hans-Michael Holczer an, der eine Trennung von Schumacher nicht kategorisch ausschließen wollte. Holczers ausweichende Antwort auf die Frage, ob der Schumacher in der Saison 2008 definitiv für das Team Gerolsteiner in die Rennen gehe, ließ Raum für Spekulationen: «Dazu sage ich nichts.»
Hintergrund ist die Tatsache, dass bei der Polizeikontrolle auch geringe Mengen von Amphetaminen in Schumachers Blut festgestellt wurden.
Eine Entlassung Schumachers dürfte aber arbeitsrechtlich schwierig sein, da der Vorfall eine Woche nach der WM und damit außerhalb der Wettkampf- und Trainingsphase lag. Deshalb hatte auch der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) keine Eingriffsmöglichkeit gesehen.
Auch für Hauptsponsor Gerolsteiner gibt es indes Klärungsbedarf. "Wir sind sehr besorgt und haben Herrn Holczer aufgefordert, eine Lösung zu finden. Wir verstehen, dass ihm juristisch die Hände gebunden sind, aber glücklich sind wir mit der Situation nicht", sagte Unternehmenssprecher Stefan Goebel.
Für Schumacher selber ist jedoch die Angelegenheit erledigt. "Das Ganze tut mir leid, hat aber mit Doping nichts zu tun. Ich bin ein sauberer Sportler und werde es auch bleiben. Ich fühle mich unfair behandelt“, so der Nürtinger.
Die "Privatangelegenheit" könnte für Holczer und den Rennstall unangenehme Folgen haben, schließlich befindet sich der Teamchef inmitten der Suche nach einem neuen Geldgeber. Holczer: "Dass diese Geschichte nicht hilfreich war, brauche ich nicht zu sagen."
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