Gründe unbekannt

Kashechkin entlässt seinen Anwalt

17.01.2008  |  (Ra/dpa) – Der des Blutdopings überführte Kasache Andrej Kashechkin hat nach einer Meldung des Internetportals sporza.be seinem Anwalt Luc Misson das Mandat entzogen. Einen Grund dafür nannte der ehemalige Astana-Fahrer nicht.

Kashechkin war Anfang August 2007 im Urlaub von den Dopingfahndern überrascht und positiv auf Fremdblutdoping getestet worden. Dagegen hatte der 27-jährige Rundfahrtspezialist vor einem belgischen Gericht mit der Begründung geklagt, Dopingtests würden die Menschenrechte verletzen. Das Gericht in Lüttich hatte sich aber für nicht zuständig erklärt und den Fall in die Schweiz verwiesen, wo der Weltradsportverband UCI seinen Sitz hat. Dagegen hatte Misson Berufung eingelegt.

Das Verfahren hat für großes Interesse gesorgt. Sollte Kshechkin vor einem Gericht Recht bekommen, hätte dies weitreichende Folgen für den Anti-Doping-Kampf im gesamten Sport. Doping-Tests könnten dann möglicherweise nicht mehr in der Art und Weise durchgeführt wie bisher.

Kashetschkins belgischer Anwalt Misson, der als Vertreter des früheren belgischen Fußballprofis Jean-Marc Bosman für den Wegfall von Ablösesummen im Profifußball gesorgt hatte, hält die angewandten Maßnahmen bei Doping-Ermittlungen indes für «unverhältnismäßig». Er hatte angekündigt, notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu gehen.

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