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"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."

(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)

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Lancaster gewinnt Prolog der D-Tour

Gerdemann und Fothen bereit für den Berg

29.08.2008 - (rsn/dpa) – Zum Auftakt der Deutschland Tour überzeugten vor allem die jungen deutschen Starter, während Titelverteidiger Jens Voigt (CSC-Saxo Bank) sich gleich einen Rückstand einhandelte. Den Prolog in Österreich entschied der Australier Brett Lancaster für sich.

Der 28-jährige Milram-Sprinter benötigte bei 21 Grad und strahlendem Sonnenschein für den 3,6km langen Kurs durch Kitzbühel 3:59 Minuten und war dabei nur ein Zehntel schneller als der Schwede Gustav Erik Larsson (CSC-Saxo Bank). Der Pulheimer Gerald Ciolek (Columbia) belegte mit 4:01 Minuten Platz drei, Markus Fothen (Gerolsteiner/4:02) überzeugte als Vierter ebenso wie Linus Gerdemann (Columbia/4:03) auf Platz sieben. Titelverteidiger Jens Voigt (CSC-Saxo Bank) kam in 4:11 Minuten nur auf Rang 52. Wie erwartet nichts mit Entscheidung zu tun hatte auch Bernhard Kohl. Der österreichische Lokalmatador vom Team Gerolsteiner, der bei der Tour de France mit dem dritten Gesamtrang geglänzt hatte und ins Bergtrikot gefahren war, fuhr auf Platz 34 (+0:09).

„Es war ein perfektes Rennen heute. Ich bin direkt von den olympischen Bahnwettbewerben hierhin gekommen und hatte dadurch eine optimale Vorbereitung auf diesen winkeligen Kurs. Es ist phantastisch, hier gewonnen zu haben“, freute sich Lancaster, der bereits 2005 den Prolog des Giro d'Italia gewonnen hatte. „Jetzt trage ich das Gelbe Trikot in die Berge. Es wird auf jeden Fall eine ganz besondere Königsetappe für mich, auch wenn mir die Berge nicht liegen.“

Regio-Tour-Gewinner Björn Schröder rundete mit seinem achten Rang den starken Auftakt des deutschen ProTour Teams ab. Milram-Kapitän Christian Knees kam mit sechs Sekunden Rückstand ins Ziel und freute sich vor allem über den Erfolg seines Teamkollegen. „Das Gelbe Trikot zum Auftakt der D-Tour ist ein deutliches Ausrufezeichen unseres Teams“, so der 27-jährige Euskirchener. „Ich bin gut gerollt und mit meiner Zeit zufrieden. Auf dem verwinkelten Kurs bin ich mit meinem Straßenradrahmen gefahren, was sich am Ende bezahlt gemacht hat. Das war ein nettes Einrollen, morgen beginnt dann für mich mit der Königsetappe die eigentliche Rundfahrt.“

Mitfavorit Linus Gerdemann (Columbia) setzte vor der schweren Königsetappe hinauf nach Hochfügen nach langer Verletzungspause als Siebter mit nur fünf Sekunden Rückstand seine erstaunliche Comeback-Tour fort. «Ich denke, dass ich gut drauf bin. Ich wollte vor allem auf den Kopfsteinpflasterpassagen nicht zuviel riskieren und bin zufrieden mit meiner Leistung », erklärte Gerdemann. Voigt richtete den Blick indes schon auf die schwere Königsetappe hinauf nach Hochfügen, bei der schon eine Vorentscheidung im Kampf um Gelb fallen dürfte. «Morgen werde ich versuchen, den Schaden zu minimieren», sagte er angesichts seines Rückstands von 12 Sekunden.

Einen Tag nach der Hiobsbotschaft von seinem Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer zeigte Markus Fothen eine starke Leistung, büßte als Vierter nur drei Sekunden auf Lancaster ein und hielt sich alle Chancen auf eine Spitzenplatzierung offen. «Wenn ich den Prolog gut gefahren bin, bin ich immer auch eine gute Rundfahrt gefahren», sagte Fothen. Der zweifache Vuelta-Gewinner Denis Mentschow (Rabobank) enttäuschte dagegen zum Auftakt der D-Tour und handelte sich bereits 27 Sekunden Rückstand ein. Nur auf den 154. und letzten Platz kam mit dem Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole) einer der Favoriten auf den Prologsieg.

Vorentscheidend im Kampf um den Gesamtsieg wird bereits die erste von insgesamt acht Etappen werden, die am Samstag über 178km von Kitzbühel zur Bergankunft in Hochfügen führt. Neben dem Schlussanstieg stehen dabei zwei weitere schwere Bergwertungen auf dem Programm.

Am Sonntag erreicht die neuntägige Rundfahrt deutschen Boden, wenn es auf dem zweiten Teilstück von München nach Hesselberg (182,6km) geht. Den Abschluss bildet am 6. September ein Zeitfahren über 34km in Bremen.