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27.01.2009 - Aigle/Schweiz (dpa/rsn) - Der Radsport-Weltverband UCI hat Aussagen des Blutdopingexperten Robin Parisotto widersprochen, wonach nach Auswertungen der Biologischen Pässe 30 Radprofis unter konkretem Dopingverdacht stehen.
Nachdem Proben in einer ersten Untersuchung „abweichende Werte“ aufgewiesen hätten, müssten „die Profile einer kleinen Anzahl von Fahrern weiter genauer untersucht werden“, hieß es am Dienstag in einer UCI-Erklärung. Die auffälligen Werte könnten aber auch andere Gründe als Doping haben. Wann genau mit den Ergebnissen zu rechnen ist, sagte die UCI nicht. Seit Januar 2008 sind von 804 Radprofis Blutpässe erstellt worden, teilte der Weltverband mit.
Parisotto hatte am Rande der Tour Down Under in Australien die Zahl von 30 Verdächtigen genannt, die Sanktionen befürchten müssten. Der Wissenschaftler sitzt im neunköpfigen Gremium, das die Auswertungen von rund 8.300 Blut- und Urin-Kontrollen vornahm.
“Ich kann weder Zahlen nennen noch Namen. Das ist eine sehr komplexe Angelegenheit, und bevor wir an die Öffentlichkeit gehen, müssen alle rechtlichen Konsequenzen möglicher Doping-Anklagen ausgelotet werden“, hatte UCI-Präsident Pat McQuaid in Berlin beim Besuch des Sechstagerennens erklärt.
“Die UCI hat für den Biologischen Pass bis heute tausende Blutproben der Fahrer genommen und analysiert, davon sind mehr als 30 verdächtig. Und bei einigen geht es jetzt um eine Sperre“, hatte Parisotto am 25. Januar in der ARD-Sportschau erklärt.
Die Parameter von Blut- und Urinuntersuchungen werden in einem Biologischen Pass dokumentiert. Dabei seien einige Radfahrer mit Werten aufgefallen, „die eindeutig auf Blutdoping hinweisen“, hieß es in einer ARD-Mitteilung. Parisotto hatte im Jahr 2000 den ersten Test zum Nachweis des Blutdoping-Mittels EPO entwickelt.