Blutpass-Verfahren gegen fünf Fahrer

UCI: "Ein sehr wichtiger Schritt im Kampf gegen Doping"


Der Chef des Rad-Weltverbandes (UCI), Pat McQuaid, bei der Präsentation der Tour de France 2009 in Paris.

Foto: ROTH

17.06.2009  |  (rsn/dpa) – Die UCI hat am Mittwoch die Namen der ersten fünf Fahrer bekannt gegeben, gegen die wegen Auffälligkeiten in ihren Blutprofilen Dopingverfahren eingeleitet werden. Dabei handelt es sich nach Angabe des Weltverbands um die Spanier Igor Astarloa (Amica Chips-Knauf), Ruben Lobato (ehemals Saunier Duval) und Ricardo Serrano (Fuji-Servetto) sowie um die beiden Italiener Pietro Caucchioli (Lampre) und Francesco De Bonis (Serramenti PVC).

Astarloa, Straßenweltmeister von 2005, wurde 2008 von seinem damaligen Milram-Team wegen Dopingverdachts entlassen. de Bonis, im vergangenen Jahr bei Gerolsteiner unter Vertrag, wurde von seinem damaligen Mannschaft nach der Tour de Romandie, wo er eine Etappe gewann, nicht mehr eingesetzt.

Bei den Verfahren stützt sich die UCI auf die Ergebnisse des neuen Blutpasses , den der Weltverband vor rund einem Jahr eingeführt hatte und in dessen Programm rund 840 Fahrer aufgenommen wurden. Milram-Teamchef Gerry van Gerwen sah sich durch die UCI-Entscheidung in der Trennung von Astarloa bestätigt. "Das zeigt, dass wir damit richtig umgegangen sind und die richtige Entscheidung getroffen haben", sagte der Niederländer . Noch immer laufe ein Verfahren, da Astarloa vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen seine Entlassung geklagt habe. Der 33 jahre alte Klassikerspezialist fordere von der Dortmunder Equipe rund 130. 000 Euro.

UCI-Chef Pat McQuaid hatte in der Vorwoche angekündigt, dass bald erste Verfahren eingeleitet würden. Es ist davon auszugehen, dass noch vor dem Tour-Start am 4. Juli weitere Fahrer benannt werden. Die Enttarnung des Quintetts  ist für die UCI "ein sehr wichtiger Schritt im Kampf gegen Doping". Die fünf Fahrer seien aber noch nicht endgültig sanktioniert.

Während Serrano bei der Tour de Suisse am Mittwoch zum Start der 5. Etappe nicht antrat, beteuerte De Bonis seine Unschuld. "Alle Tests, die ich in diesem Jahr gemacht habe, inklusive beim Giro d`Italia, sind negativ gewesen", sagte der Italiener dem Internetportal "cyclingnews". 

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