Giro-Etappensieger war früher Langstreckenläufer

De Clerq wechselte erst mit 18 auf´s Rad

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Bart de Clercq (Omega Pharma Lotto) auf der 7. Etappe des Giro d`Italia Foto: ROTH

13.05.2011  |  (rsn) – Der Belgier Bart de Clercq (Omega Pharma Lotto) hat am Freitag auf der 7. Etappe des Giro d`Italia seinen bisher größten Karriereerfolg eingefahren. Dabei wollte der 24-Jährige ursprünglich gar kein Radprofi werden.

Bis zum 18 Lebensjahr war de Clercq ein hervorragender Langstreckenläufer. Erst eine langwierige Schienbeinverletzung sorgte dafür, dass er auf's Rad wechselte. Spätestens nach dem heutigen Erfolg kann man sagen: Das war eine richtige Entscheidung.

„Das ist einfach brillant“, jubelte sein Sportlicher Leiter Marc Wauters, der nach eigenen Worten im Begleitfahrzeug mit den Nerven am Ende war, als die Verfolger  immer näher an seinen Schützling heran kam. „Ich habe ihm ins Ohr gebrüllt, dass er nicht stehen bleibt.“

Das tat de Clercq nicht. Als erster fuhr er über die Ziellinie, denkbar knapp vor Michele Scarponi (Lampre-ISD) - aber es reichte. Der Giro-Coup soll nicht der letzte in der Karriere des Neoprofis gewesen sein, wie Wauters erklärte: „Er fährt noch nicht lange Rad. Er ist ein guter Junge, der von Tag zu Tag besser wird. Bart kann ein richtig guter Rundfahrer werden. Den heutigen Sieg hat er absolut verdient", so Wauters.

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