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21.08.2026 | (rsn) - Die Vuelta a Espana ist traditionell die letzte Grand Tour im UCI-Kalender. Die Spanien-Rundfahrt ist zumeist eine Angelegenheit für die Kletterer und bietet den Flachlandsprintern nur wenige Chancen. Zusätzlich erschwert wird das Rennen immer wieder durch große Hitze. RSN blickt auf die letzten zehn Jahre der Spanien-Rundfahrt zurück.
Im Jahr 2016 setzte sich Nairo Quintana (Movistar) in der Endabrechnung mit 1:23 Minuten auf Chris Froome (Sky) und 4:08 Minuten auf Esteban Chaves (Orica - BikeExchange) durch. Der Kolumbianer hatte bereits nach der 8. Etappe die Spitze erobert. Nachdem er das Rote Trikot für einen Tag an David de la Cruz (Etixx - Quick-Step) abgab, holte er es sich auf dem zehnten Teilstück zurück, um es bis nach Madrid zu behaupten.
Einen deutschen Etappensieg gab es im Verlauf der drei Wochen zwar nicht zu verzeichnen. Dafür jubelten der Luxemburger Jempy Drucker (BMC), der sich im Sprint am Ende des 16. Tagesabschnitts vor den beiden Deutschen Rüdiger Selig (Bora - Argon 18) und Nikias Arndt (Giant - Alpecin) durchsetzte, und der Schweizer Mathias Frank (IAM), der die 17. Etappe gewann.
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Die Spanien-Rundfahrt 2017, die im französischen Nimes gestartet wurde, entwickelte sich zur Show des Chris Froome (Sky). Der Brite übernahm schon nach der 3. Etappe die Gesamtführung und gab sie bis zum letzten Tag nicht mehr ab. Am Ende hatte Froome 2:15 Minuten Vorsprung auf Vincenzo Nibali (Bahrain Merida) und 2:51 Minuten auf den Russen Ilnur Zakarin (Katusha Alpecin). Dazu holte er noch einen Etappensieg und die Bergwertung der Rundfahrt.
Der Österreicher Stefan Denifl (Aqua Blue Sport) gewann zwar die schwere 17. Etappe, der Sieg wurde ihm aber wegen eines Dopingvergehens wieder aberkannt.
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Bei der Spanien-Rundfahrt 2018 feierte Simon Yates (Mitchelton - Scott) einen ungefährdeten Gesamtsieg. Der Brite lag nach 21 Etappen 1:46 Minuten vor dem Spanier Enric Mas (Quick-Step Floors) und 2:04 Minuten vor dem Kolumbianer Miguel Angel López (Astana). Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) wurde als bester deutscher Profi Zwölfter.
Yates übernahm auf der 9. Etappe bei der Bergankunft in La Covatilla das Rote Trikot und trug es danach mit zweitägiger Unterbrechung bis nach Madrid. Im Kampf um die Etappensiege gingen die deutschsprachigen Starter leer aus, der Italiener Elia Viviani (Quick-Step Floors) gewann dagegen gleich drei Teilstücke.
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Noch deutlicher war der Ausgang der Spanien-Rundfahrt 2019. Primoz Roglic (Jumbo - Visma) sicherte sich die Gesamtwertung mit 2:33 Minuten Vorsprung auf Alejandro Valverde (Movistar) und 2:55 Minuten auf seinen Landsmann Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), der als Grand-Tour-Debütant mit drei Etappensiegen Gesamtdritter wurde und auch die Nachwuchswertung gewann. Roglic hatte die Führung mit seinem Sieg beim Einzelzeitfahren im Rahmen der 10. Etappe in Pau übernommen und gab sie bis zum Finale in Madrid nicht mehr ab.
Für das Highlight aus deutscher Sicht sorgte Nikias Arndt (Sunweb), der die 8. Etappe mit Ziel in Igualada im Sprint einer 14 Fahrer starken Ausreißergruppe gewann. Die deutsche Equipe Bora - hansgrohe konnte sich über zwei Etappensiege von Sprinter Sam Bennett freuen, dazu wurde der Pole Rafal Majka Gesamtsechster.
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Die 75. Austragung der Spanien-Rundfahrt wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf Ende Oktober verlegt und um drei auf 18 Etappen verkürzt. Am 8. November war es erneut Primoz Roglic (Jumbo - Visma), der sich über den Gesamtsieg freuen durfte. Schon nach der Auftaktetappe war der Slowene im Roten Trikot unterwegs und trug es auf insgesamt 13 Etappen. Im Gegensatz zum Vorjahr waren die Abstände diesmal aber deutlich geringer. Der zweitplatzierte Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos Grenadiers), der fünf Tage im Roten Trikot fuhr, wies gerade einmal 24 Sekunden Rückstand auf, der Brite Hugh Carthy (EF Pro Cycling) komplettierte 1:15 Minuten hinter Roglic das Podium.
Eine starke Vorstellung lieferte der Österreicher Felix Großschartner (Bora - hansgrohe), der in der Gesamtwertung Neunter wurde. Aus deutscher Sicht waren vor allem die beiden Tagessiege von Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) erwähnenswert. Der Pfälzer entschied die 9. Etappe sowie die Schlussetappe in Madrid zu seinen Gunsten.
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Auch bei der Spanien-Rundfahrt 2021 trug Primoz Roglic (Jumbo - Visma) das Führungstrikot nach der 1. Etappe und auf der Schlussetappe mit Ziel in Santiago de Compostela. Insgesamt zehn Tage war er im Roten Trikot unterwegs, zwischendurch trug es sieben Tage lang der Norweger Odd Christian Eiking (Intermarché - Wanty - Gobert). Mit seinem dritten von insgesamt vier Etappensiegen verdrängte Roglic den Norweger aber wieder von der Spitze der Gesamtwertung, die er sich schließlich mit einem Vorsprung von 4:25 Minuten auf den Spanier Enric Mas (Movistar) und 7:40 Minuten auf den Australier Jack Haig (Bahrain - Victorious) sicherte.
Der Schweizer Gino Mäder (Bahrain Victorious) wurde Fünfter der Gesamtwertung wurde und gewann die Nachwuchswertung. Der Österreicher Felix Großschartner (Bora - hansgrohe) belegte nach seinem neunten Platz aus dem Vorjahr diesmal Rang zehn.
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Bei der Spanien-Rundfahrt im Jahr 2022, die im niederländischen Utrecht begann, feierte Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl) seinen ersten Grand-Tour-Gesamtsieg. Der junge Belgier ließ dabei die beiden Spanier Enric Mas (Movistar / +2:02) und Juan Ayuso (UAE Team Emirates / +4:57) hinter sich.
Die 77. Ausgabe Vuelta war lange Zeit ein Duell zwischen Evenepoel und Titelverteidiger Primoz Roglic (Jumbo - Visma). Doch der Slowene musste nach einem erfolgreichen Start mit Tagessieg und Übernahme des Roten Trikots auf der 4. Etappe das Rennen nach einem schweren Sturz auf der 16. Etappe vorzeitig beenden. Evenepoel trug nach dem sechsten Teilstück das Rote Trikot und gab es nicht mehr ab. Die deutsche Hoffnung Pascal Ackermann (UAE Team Emirates) verpasste einen angestrebten Etappensieg.
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Nachdem Primoz Roglic den Giro und Jonas Vingegaard die Tour gewonnen hatten, sorgte Sepp Kuss dafür, dass auch die dritte und letzte Grand Tour des Jahres an Jumbo - Visma ging. In der Endabrechnung hatte der US-Amerikaner 17 Sekunden Vorsprung auf Vingegaard und 1:08 Minuten auf Roglic.
Zwischenzeitlich hatte Titelverteidiger Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) die Gesamtwertung angeführt, allerdings verabschiedete der Belgier sich nach einem Einbruch auf der 13. Etappe, die auf den Col du Tourmalet führte, aus dem Kampf um die Gesamtwertung. Immerhin konnte sich Evenepoel mit drei Etappensiegen und dem Bergtrikot trösten. Der als Edelhelfer in die Vuelta gestartete Kuss übernahm das Rote Trikot auf der 8. Etappe und verteidigte es bis nach Madrid auch deshalb, weil ihn seine etatmäßigen Kapitäne Vingegaard und Roglic auf den letzten Bergetappen nicht mehr attackierten.
Für das deutsche Highlight sorgte Lennard Kämna (Bora - hansgrohe), der die 9. Etappe aus einer Ausreißergruppe heraus als Solist gewann und somit seine Grand-Tour-Sammlung an Tagessiegen komplettierte. Im Verlauf der Rundfahrt sicherte sich Kämna noch einen zweiten Etappenrang, sein Landsmann und Teamkollege Nico Denz wurde zum Abschluss in Madrid Dritter.
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Nach 2019, 2020 und 2021 feierte Primoz Roglic (Red Bull - Bora - hanserohe) seinen vierten Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt. Der Slowene setzte sich mit 2:36 Minuten Vorsprung auf den Australier Ben O'Connor (Decathlon - AG2R) und mit 3:13 Minuten auf den Spanier Enric Mas (Movistar) durch. Eine starke Vuelta fuhr der wie Roglic' Teamkollege Florian Lipowitz. Er wurde mit 7:05 Minuten Rückstand Siebter.
Roglic übernahm bereits auf der 4. Etappe nach seinem Sieg bei der Bergankunft Pico Villuercas die Gesamtführung vom Belgier Wout Van Aert (Visma - Lease a Bike). Auf der 7. Etappe gab Roglic seine Führung an Ausreißer O'Connor ab, der mit fast fünf Minuten Vorsprung auf Roglic auf die weiteren Etappen ging. Roglic seinerseits schlug am Tag darauf mit Etappensieg zurück und verkürzte seinen Rückstand um eine Minute. Tag für Tag nahm nun der Slowene seinem australischen Kontrahenten Zeit ab und mit seinem Sieg auf der 19. Etappe stürmte Roglic wieder an die Spitze der Gesamtwertung, wo bis zum Ende in Madrid blieb.
Für das beste deutsche Etappenergebnis sorgte Lipowitz, der auf der 6. Etappe als Ausreißer Dritter wurde. Der Schweizer Stefan Küng (Groupama - FDJ) entschied das Abschlusszeitfahren für sich.
Bei der 80. Spanien-Rundfahrt wurde Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) seiner Favoritenrolle gerecht. Der Däne gewann drei Etappen, trug auf 14 Etappen das Führungstrikot und sicherte sich souverän den Gesamtsieg.
Am Ende hatte Vingegaard 1:16 Minuten Vorsprung auf den Portugiesen Joao Almeida (UAE Team Emirates - XRG) und 3:11 Minuten auf den Briten Tom Pidcock (Q36.5).
Bester Österreicher in der Gesamtwertung war Felix Fall (Decathlon - AG2R la Mondiale) auf Platz acht. Für die deutschen Fahrer sprang kein Spitzenresultat heraus. So war der sechste Platz von Nico Denz (Redbull - Bora - hanserohe) auf der 12. Etappe das beste Resultat. Das Rennen wurde von zahlreichen Pro-Palästina-Protesten begleitet, die zur Kürzung einiger Etappen und zur Neutralisation der Schlussetappe in Madrid führte.
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