Tirreno: Cannondale-Sturz kostet zwei Minuten

Uran musste Gesamtsieg-Träume nach 6,7 Kilometern begraben

Von Felix Mattis aus Lido di Camaiore


Cannondale im Team-Zeitfahren des 51. Tirreno-Adriatico | Foto: Cor Vos

09.03.2016  |  (rsn) - 2:03 Minuten Rückstand - das Thema Gesamtsieg hat sich für Rigoberto Uran beim 51. Tirreno-Adriatico bereits nach 6,7 Kilometern erledigt. Der Kolumbianer machte gemeinsam mit seinen Cannondale-Teamkollegen Sebastian Langeveld, Ramunas Navardauskas und Kristijan Koren schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Asphalt von Lido di Camaiore, nachdem sich die Räder zweier Cannondale-Fahrer berührt hatten.

Erinnerungen an den Giro-Auftakt 2014 in Belfast wurden wach, als die Vorgänger-Mannschaft Garmin ebenfalls auf gerade Straße stürzte und Ryder Hesjedals Sieg-Ambitionen im Regen davonschwammen.

"Ich weiß nicht, wer sich bei wem aufgehängt hat", sagte Sebastian Weber, der für Cannondale als 'Head Of Human Performance' arbeitet, nach der Etappe zu radsport-news.com. Zwar sei nicht mehr als nur ein paar Schürfwunden zu beklagen, doch der sportliche Tiefschlag schmerzte das Cannondale-Lager umso mehr. 58,85 Stundenkilometer im Schnitt sei seine Mannschaft bis Kilometer 6,7 gefahren, erklärte Weber radsport-news.com und errechnete mit seinem Smartphone schnell: "Das wäre an der ersten Zwischenzeit ziemlich genau die Zeit von Tinkoff gewesen."

Die russische Tinkoff-Mannschaft beendete den kollektiven Kampf gegen die Uhr elf Sekunden hinter Tagessieger BMC auf Rang vier. Und auch wenn Hochrechnungen müßig sind, so deutet das darauf hin, dass Uran und seine Mannen zumindest in Reichweite des Blauen Trikots geblieben wären - wahrscheinlich im Bereich von Vincenzo Nibali und Astana, das 15 Sekunden verlor, ziemlich sicher aber wohl vor Alejandro Valverde und Movistar, das 29 Sekunden einbüßte. Mit 2:03 Minuten Rückstand auf Tejay Van Garderen (BMC) muss Uran seine Ziele für die kommenden sechs Tage nun aber umdefinieren.

Vielleicht aber kann sich der neue Cannondale-Kapitän bereits am Donnerstag mit einem Sieg trösten. Das schwere Finale der 2. Etappe in Pomarance dürfte dem endschnellen kolumbianischen Kletterer sehr gut liegen.

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