Der 1. Mai im Taunus

Die Velotour alleine: Schneeregen, Bestzeit und schwere Beine

Foto zu dem Text "Die Velotour alleine: Schneeregen, Bestzeit und schwere Beine"
Eric Gutglück am Feldberg | Foto: Eric Gutglück

01.05.2020  |  (rsn) - Rennen wurden im Taunus heute keine gefahren, weder von den Profis, noch von den Jedermännern/ -frauen. Unser Reporter Eric Gutglück ist trotzdem auf die 100-km-"Velotour"-Runde gegangen, von Eschborn über den Feldberg, den Ruppertshainer Berg und den Mammolshainer Stich nach Königstein, mit einem Abstecher zum Profi-Ziel an der Frankfurter Alten Oper. Hier sein Bericht:

Nach starkem Regen am Morgen war es pünktlich zur Abfahrt um 11:30 zunächst sonnig, allerdings mit starkem Westwind. Der Parkplatz vor XXXLutz in Eschborn war menschenleer, wo heute eigentlich tausende Hobbyradler und die Profis hätten starten sollen.

Bis zum Feldberg hielt das Wetter,
doch genau zum Einstieg hinter Oberursel fing es an zu regnen. Gut elf Kilometer mit im Schnitt fünf Prozent waren zu bewältigen. Mit 37:44 Minuten vom Kreisverkehr bis zum Turm konnte ich meine Bestzeit um immerhin zwölf Sekunden unterbieten; mit Wind und Regen war nicht mehr drin.

Nur zwei Radler fuhren in meine Richtung den Feldberg hinauf, entgegen kamen mir einige mehr. Oben angekommen, hüllte sich der Gipfel in Wolken, und es gab auch keine Aussicht auf Frankfurt. Bei drei Grad und Regen, teilweise Schneeregen zog ich schnell Jacke und Handschuhe an, und rollte ohne Risiko bergab Richtung Niederreifenberg.

Im Tal kam ich schlotternd an,
und habe deshalb an der Gegensteigung zur Kittelhütte erstmal ordentlich Gas gegeben, damit mir wieder warm wurde. Am Ruppertshainer Berg, ein guter Kilometer mit neun Prozent, wurde es dann langsam wieder wärmer, es kam sogar die Sonne raus.

Damit nicht genug: Auf dem längeren Flachstück Richtung Mammolshain hatte ich auch noch Rückenwind, der meine Fahrt eine Zeit lang erleichterte. Trotzdem wurden am Mammolshainer Berg (2,4 km; 8 %) meine Beine richtig schwer. Aber am Stich (23 %!) standen einige Rad-Fans und jubelten mir zu - da will man dann doch nicht schwächeln... Zumal auch einige Jungs von Guilty 76 und Jens Zemke, der Sportliche Leiter von Bora-hansgrohe dabei waren.

Oben in Königstein angekommen,
ging es in die letzte Abfahrt in Richtung Frankfurt, zum Profi-Ziel an der Alten Oper. Wo sonst an Renntagen der Bär tobt, herrschte normales Treiben mit wenigen Passanten. Nichts deutete darauf hin, dass hier heute eigentlich ein Radrennen hätte stattfinden sollen...

Am Ende hatte ich knapp 98 Kilometer mit gut 1600 Höhenmetern auf der Uhr. Und kaum war ich zuhause angekommen, fing es wieder an zu regnen - perfektes Timing!

 Eric Gutglück hat unterwegs vier Videos gedreht; Sie finden sie auf unserer Facebook-Seite.

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