Neue Studie aus Italien

Sind Nudeln doch keine Dickmacher?

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29.06.2020  |  (dgp) – Entwarnung für die nächste Pasta-Party: Mit einer mediterranen, kalorienreduzierten Diät sind gute Abnehmerfolge möglich - auch dann, wenn häufig Nudeln verzehrt werden. Das zeigte eine kürzlich präsentierte Studie, bei der die Wissenschaftler untersuchten, ob sich die Diät-Erfolge von Personen unterschieden, die entweder viele oder nur wenige Nudeln im Rahmen einer mediterranen, kalorienarmen Diät verzehren.

Die Studie fand in Italien statt – einem Land, in dem Nudeln ein wichtiger
Bestandteil der nationalen Küche sind. Es nahmen 49 übergewichtige Personen teil, diese wurden – ausgehend von ihrem üblichen Nudelverzehr – auf zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt.

Gruppe eins, die "High-Pasta-Gruppe" (HP-Gruppe), sollte sich sechs Monate lang mediterran und mit viel Pasta (mehr als fünf Portionen/ Woche) ernähren. Gruppe zwei, die "Low-Pasta-Gruppe" (LP-Gruppe), hingegen sollte sich ebenso an eine mediterranes Ernährungsmuster halten und zugleich nur wenig Nudeln (weniger als drei Portionen/ Woche) verzehren.

Die Diäten beider Gruppen war kalorienreduziert,
um Abnehmerfolge zu ermöglichen. Anthropometrische Daten, der Blutdruck und der Puls wurden jeden Monat bestimmt. Die Körperzusammensetzung (ermittelt via bioelektrischer Impendanz-Analyse), die Nahrungsaufnahme (ermittelt über ein 24-Studen-Ernährungs-Protokoll und ein 7-Tage-Kohlenhydrat-Bericht) und die Lebensqualität (ermittelt über einen 36-Item Kurzfragebogen zur Gesundheit, den SF-36) wurden bei Studienbeginn sowie nach drei Monaten und am Ende der Studie nach sechs Monaten erfasst.

Blutproben, die zu Beginn und am Ende der Studie abgenommen wurden, ermöglichten eine Einschätzung vom Verlauf der Glucose- und Blutfettwerte.

Nach sechs Monaten zeigte sich Folgendes:
Der Gewichtsverlust in der HP-Gruppe betrug zehn Prozent (± 8 %), in der LP-Gruppe sieben Prozent (± 4 %). Nach zwölf Monaten gab es keine nennenswerten Unterschiede beim Gewicht zwischen den beiden Gruppen.

Durch beide Diäten verbesserten die übergewichtigen Studienteilnehmer ihre anthropometrischen Werte, ihre Körperzusammensetzung sowie ihre Glucose- und Blutfettwerte – ohne dass es Unterschiede zwischen den Gruppen gab. Beim Blutdruck und dem Puls gab es keine Veränderungen im Zeitverlauf und auch keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.

Personen aus der HP-Gruppe wiesen am Ende
der Studie bessere Befragungsergebnisse in Bezug auf die körperliche Gesundheit auf. Unabhängig davon, ob eine kalorienreduzierte, mediterrane Diät viele oder nur wenige Nudeln enthielt, waren gute Abnehmerfolge und eine Verbesserung der Körperzusammensetzung sowie der Glucose- und Blutfettwerte möglich.

Original-Titel: Body weight of individuals with obesity decreases after a 6-month high pasta or low pasta Mediterranean diet weight-loss intervention
Autoren: Rosi A, Tesan M, Cremonini A, Biasini B, Bicchieri L, Cossu M, Brighenti F, Dall’Aglio E, Scazzina F. Body weight of individuals with obesity decreases after a 6-month high pasta or low pasta Mediterranean diet weight-loss intervention. Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2020 Feb 24. pii: S0939-4753(20)30061-2. doi: 10.1016/j.numecd.2020.02.013.
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