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Tips vom ADFC für den Einkaufs-Transport per Rad

Schlauer umtauschen

Foto zu dem Text "Schlauer umtauschen"
| Foto: benScruton.com

27.12.2016  |  Weihnachten ist vorbei - der große Umtausch-Marathon beginnt: Mit dm Auto in die überfüllte Stadt, Stau, nervige Parkplatzsuche, Schlepperei... Das geht auch schlauer, sagen die Rad-Experten vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Heutzutage gibt es viele komfortable Alternativen – von kostenfreien Lastenrädern bis zum Cargobike-Lieferservice. Der ADFC verrät die besten Tips.

Vorab das wichtigste von ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn: „Egal, welche Lösung man wählt - wer seine Einkäufe auf dem Rad transportieren will, muss darauf achten, dass sie sicher befestigt sind, seitlich nicht zu weit herausragen, und dass die Fahrtüchtigkeit gewährleistet ist.“

Der Klassiker: Auf dem Gepäckträger
Viele Einkäufe kann man mit ein bisschen Geschick auf dem Gepäckträger eines normalen Fahrrades transportieren. Wird ein größeres Stück quer auf dem Gepäckträger befestigt, darf es rechts und links jeweils nicht mehr als einen Meter überstehen. Huhn: „So sollte man Sperrgepäck allerdings nur bei Tageslicht transportieren. In der Dunkelheit gibt's komplizierte Beleuchtungspflichten.“

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Wichtig ist, die Einkäufe gut zu sichern, das Gewicht auszubalancieren, und die zulässige Beladung nicht zu überschreiten. Falls man wegen der Zusatzlast ins Schlingern gerät, lieber absteigen und schieben, rät der ADFC.

Für Kuppler: Im Fahrrad-Anhänger
Fahrstabiler ist die Variante mit dem Fahrrad-Anhänger. Im Fachhandel gibt es mittlerweile eine Vielzahl davon (eine Übersicht bietet unser Online-Dossier "Anhänger"). Auch hier gilt: Ladung gut sichern.

Nochmal Roland Huhn: „Wer zum ersten Mal mit einem Anhänger fährt, sollte ein paar Proberunden in einem ruhigen Bereich drehen, um sich an das geänderte Fahrverhalten und den größeren Kurvenradius zu gewöhnen.“ Wenn Sperrgepäck mehr als einen Meter über den Anhänger herausragt, muss man es mit einem roten Wimpel kennzeichnen.

Für Trendsetter: Im Lastenrad

Das Angebot an schicken Spezialrädern mit und ohne Elektrounterstützung, die bis zu 100 Kilo Ladung transportieren können, ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Immer häufiger sieht man Eltern mit Kindern oder Wochenendeinkäufen im Cargobike – und auch im Lieferverkehr wird das Lastenrad zunehmend ernstgenommen. Eine aktuelle Kaufberatung gibt es im neuen Magazin des ADFC Berlin.

Wer selbst kein Bullit, Load, Nihola, Bakfiets oder Christiania-Bike anschaffen will, kann auf kostenlose Verleih-Angebote zurückgreifen, die es in immer mehr Städten gibt. Für Sparfüchse: Freie ADFC-Lastenräder In vielen größeren Städten bietet der örtliche ADFC Lastenräder zum kostenlosen Verleih, gegen eine Spende, zum Beispiel in München, Hamburg, Leipzig, Hannover, Köln, Unna und Dresden.

Ziel dieser Angebote ist, das Lastenrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto bekannter zu machen. Vergleichbare Non-Profit-Angebote gibt es auch in anderen Städten. Einen guten Überblick gibt die Seite cargobike.jetzt.de Außerdem bieten immer mehr Privatpersonen ihr Lastenrad zum kostenlosen Verleih an. Eine Übersichtskarte findet man auf velologistics.net

Für Vielbeschäftigte: Fahrrad-Bring-Service
In Berlin bietet "B3 Cargo" einen Cargobike-Lieferservice an. Und in immer mehr Städten gibt es junge Logistik-Unternehmen, die Lasten ausschließlich per Rad liefern – wie Velogista, Sachen auf Rädern oder Velocarrier.

 
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