--> -->
11.01.2017 | (rsn) – Für zahlreiche Profis war die Saison 2016 die letzte ihrer Karriere. Das gilt auch für Paul Voß, der zunächst bei seinem Bora-Team keine Vertragsverlängerung mehr erhielt und nach längerer vergeblicher Suche sich schließlich zum Rückzug von der Straße entschloss.
"Profi bin ich jetzt nicht mehr, und es sieht auch nicht so aus, als ob da nochmal etwas kommt“, erklärte Voß im Gespräch mit radsport-news.com. Nach insgesamt elf Jahren bei fünf verschiedenen Teams – zuletzt Milram, Endura und Bora – beginnt für den mittlerweile 30-Jährigen ein neues Kapitel in seinem Leben. Die erste Seite hat Voß dabei schon aufgeschlagen. Er will ein nach ihm benanntes Junioren-Team weiter voranbringen, das im vergangenen Jahr bereits als U17-Mannschaft unterwegs war. 2017 nun soll das Paul-Voss-Development-Team durchstarten.
"Jetzt hänge ich mich so richtig rein und versuche, Beziehungen zu Firmen aufzubauen, um zu sehen, was für die Zukunft möglich ist“, so Voß, der in der kommenden Saison insgesamt sechs junge Fahrer – vier aus Berlin sowie je einer aus Bremen und Rheinland-Pfalz – ins Rennen schicken wird. Im Plan stehen unter anderem die Rad-Bundesliga und weitere Straßenwettbewerbe im Programm.
Voß betreibt den kleinen Rennstall allerdings nicht allein. Um sich herum hat er bereits einige Mitarbeiter geschart, darunter auch seine Schwester Sarah, die Sportwissenschaften studiert hat und als Sportliche Leiterin verantwortlich sein wird. Dazu kommen ein weiterer Sportlicher Leiter, ein Trainer und sogar ein Sportpsychologe.
Dabei hätte Voß nicht damit gerechnet, im besten Radsportalter schon die Seiten wechseln zu müssen. Doch Anfang September, zwei Tage vor der Straßen-EM in Plumelec, informierte ihn Bora-Team-Manager Ralph Denk telefonisch darüber, dass er nicht mehr mit ihm plane. "Ich hatte relativ früh das Gefühl, dass es eng werden könnte, dennoch habe ich gehofft, dass es für einen neuen Vertrag reichen würde. Ich habe schließlich die beste Saison meiner Karriere absolviert, habe bei der Tour einen Tag das Bergtrikot getragen, Rad am Ring gewonnen und auch bei den WorldTour-Rennen in Kanada gute Leistungen gezeigt“, listete er Argumente auf, die seiner Meinung nach für eine Vertragsverlängerung gesprochen hätten. "Natürlich war es eine 50-50 Chance, aber ich hatte doch gehofft, dass der Anruf in eine andere Richtung geht.“
Allerdings habe trotz der WorldTour-Reform auch die allgemeine Situation auf dem Fahrermarkt gegen ihn gesprochen, wobei viele Teams Fahrer mit Blick auf deren Punktekonto verpflichtet hätte, so Voß. "Und ich hatte trotz meiner Leistungen halt keine. Dieses Jahr war kein guter Zeitpunkt, ohne Vertrag auf dem Markt zu sein, wenn du nicht gerade jung warst oder einen großen Namen hattest. Bei vielen gilt man leider mit 30 schon als alt. Zu Beginn meiner Karriere hat man mit 30 gerade erst richtig was drauf gehabt“, fügte er an.
Trotz der Enttäuschung darüber, nicht mehr länger dem nunmehr mit Top-Stars wie Peter Sagan oder Rafal Majka fahrenden Bora-Team anzugehören, sei er mit sich im Reinen und Teamchef Denk auch nicht böse, dass der sich gegen ihn entschieden habe. "Ich hatte eine gute Zeit im Team und habe Ralph auch einiges zu verdanken. Von daher habe ich keinen Groll. Ich habe Respekt vor dem, was er in so kurzer Zeit aufgebaut hat, zuletzt der Coup mit Sagan.“ Mit der Verpflichtung des zweimaligen Weltmeisters, der zudem einige Helfer mit von Tinkoff zu Bora gebracht hatte, sei ihm allerdings klar geworden, dass "das Budget irgendwann auch mal ausgeschöpft ist.“
Voß muss sich derzeit selbst mit Budgetfragen beschäftigen, wenn auch in ganz anderen Dimensionen. In diesen Wochen stehen viele Treffen mit potenziellen Sponsoren an, die seine Talentschmiede unterstützen könnten. "Wir arbeiten mit einem ganz kleinen Budget, aber wenn man das gut einplant, dann reicht das“, zeigte er sich zuversichtlich – auch was die Zukunft des Development-Teams anbelangt: "Das ist etwas Cooles, da hängt mein Herz dran. Es soll keine Eintagsfliege sein, sondern sich zu etwas Größerem entwickeln.“
Sein Herz hängt auch nach wie vor am Cross-Sport – und da hat Voß noch einiges vor, und zwar im Winter 2017/18. "Ich will nochmal 'back to the roots‘, also im kommenden Jahr eine komplette Cross-Saison bestreiten“, kündigte er an. Dabei will sich Voß als Einzelkämpfer mit den Deutschen Meisterschaften und Weltmeisterschaften als Höhepunkten beweisen. "Mein Ziel ist es nicht für ein Team zu fahren, ich will eher mein eigenes Ding machen“, sagte er – genau wie ab sofort mit dem Paul Voss-Development-Team.
12.06.2017De Gendts Handgelenk verletzt - Tour aber nicht in Gefahr(rsn) - Thomas De Gendt (Lotto Soudal), der vergangene Woche mehrere Tage das Gelbe Trikot des Criterium du Dauphiné getragen hat, muss aufgrund einer Handgelenksverletzung, die ihn auch zur Aufgabe
08.06.2017Froome: Vorzeitige Vertragsverlängerung mit Sky?(rsn) - Chris Froome wird laut einer Meldung von cyclingnews.com seinen noch bis 2018 gültigen Vertrag bei Team Sky vorzeitig um weitere zwei Jahr bis Ende 2020 verlängern. Die Einigung könnte rech
08.06.2017Chavanel verlängert bei Direct Energie(rsn) - Sylvain Chavanel hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei Direct Energie um ein Jahr verlängert. Dies gab der französische Zweitdivisionär am Donnerstag bekannt. Der 37-jährige F
08.06.2017Trek-Segafredo-Chef Guercilena will Contador im Team halten(rsn) - Geht es nach Luca Guercilena, so wird Alberto Contador auch 2018 für Trek-Segafredo fahren - und zwar unabhängig davon, wie der Spanier bei der Tour de France, wo er seinen dritten Gesamtsie
06.06.2017Sunweb kann auch künftig auf Dumoulin bauen(rsn) - Der Niederländer Tom Dumoulin wird auch in den kommenden vier Jahren für das deutsche Sunweb-Team starten. Der Gewinner des diesjährigen Giro d’Italia verlängerte seinen noch bis Ende 20
06.06.2017Kristoff und Coquard die heißesten Namen auf dem Sprintermarkt(rsn) - Noch ist es recht still in der Transfer-Gerüchteküche. Was auch daran liegt, dass beispielsweise die meisten Sprinter vertraglich über die Saison 2017 hinaus an ihre Teams gebunden sind. Da
05.06.2017Kristoff: Zukunft noch ungewiss(rsn) - Alexander Kristoff war in den vergangenen Jahren der große Erfolgsgarant des Katusha-Alpecin-Teams. Und auch wenn er seit 2015, als er die Flandern-Rundfahrt gewann, keinen Sieg bei einem gro
01.03.2017Koch: "Es ging alles ganz schnell"(rsn) - Am Mittwoch hat der polnische Zweitdivisionär CCC Sprandi die Verpflichtung von Jonas Koch bekannt gegeben. Der 23-Jährige aus Schwäbisch-Hall war zwar noch vertraglich an Verva Activjet ge
01.02.2017Bike Aid fusioniert mit dem Kenyan Cycling Projekt(rsn) - Das Team Bike Aid geht mit dem Kenyan Cycling Projekt zusammen. Dies gab der saarländische Continental-Rennstall am Mittwoch bekannt. In Folge der Fusion mit dem ostafrikanischen Drittdivisio
31.01.2017Großschartner: Saisonstart auf Ersatzrad, Rowney beendet Karriere(rsn) – Auf einem Ersatzrad wird Felix Großschartner am morgigen Dienstag sein Saisondebüt geben. Der für den polnischen Zweitdivisionär CCC Sprandi fahrende Österreicher muss im Teamzeitfahren
30.01.2017UAE Abu Dhabi verpflichtet Marokkanischen Meister el Abdia (rsn) – Kurz nach Saisonbeginn meldet der Lampre-Nachfolger UAE Abu Dhabi noch einen späten Neuzugang. Künftig wird der Marokkanische Meister Anass Ait el Abdia für den Rennstall von Manager Gius
30.01.2017Gerald Ciolek tritt ab(rsn) – Jetzt ist es offiziell – auch Gerald Ciolek hat seine Profikarriere beendet. Der 30 Jahre alte Pulheimer ist nach Dominik Nerz, Fabian Wegmann und Linus Gerdemann der vierte prominente Deu
08.10.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
08.10.2026Verspätete “Whereabouts“: Tsarenko saß einjährige Sperre ab (rsn) - Der Ukrainer Kirilo Tsarenko (Solution Tech – Nippo – Rali) hat vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 eine einjährige Sperre verbüßt. Das gab die ITA, die im Auftrag des Radsport-Weltv
08.10.2026“Zustand starker Erschöpfung“: Gaudu muss lange Pause einlegen (rsn) – In dieser Saison lief bei David Gaudu (Groupama – FDJ United) nicht viel zusammen. Der Franzose wurde von seiner Equipe auch nicht zur Tour mitgenommen und musste sich zudem anonyme Vorwü
08.10.2026Del Toros Knieprobleme hielten ihn nicht von Attacken ab (rsn) – Ohne den fünfmaligen Sieger Tadej Pogacar, aber dennoch mit einem Klasseteam geht UAE – Emirates – XRG ins Saisonfinale, dessen Höhepunkt am Samstag der Herbstklassiker Il Lombardia (
08.10.2026Anfahrer gestürzt: Dennoch holt sich Godon 110. Gran Piemonte (rsn) – Dorian Godon (Netcompany – Ineos) hat bei Gran Piemonte (1.Pro) seine starke Herbstform bestätigt und sich die 110. Ausgabe des italienischen Traditionsrennens über 185 Kilometer von Ast
08.10.2026Allrounderin Hanson von Lidl – Trek zu Movistar (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
08.10.2026Die Aufgebote für das 120. Il Lombardia (rsn) – Mit der 120. Ausgabe von Il Lombardia steht am 10. Oktober das letzte der fünf Radsport-Monumente an. Der italienische Herbstklassiker führt diesmal über 239 hügelige Kilometer von Berga
08.10.2026Il Lombardia im Rückblick: Die letzten zehn Jahre (rsn) – Am Samstag steht mit Il Lombardia (1.UWT) das fünfte und letzte Monument der Saison auf dem Programm. Der italienische Herbstklassiker ist zudem das letzte WorldTour-Eintagesrennen des Jahr
08.10.2026Von Auto umgefahren: van Baarle schwer verletzt (rsn) - Dylan van Baarle (Soudal – Quick-Step) ist am Mittwoch im Training von einem Auto angefahren worden und hat sich dabei einen Arm- und einen Handgelenksbruch zugezogen. Wie sein Team erklärt
08.10.2026Vorschau auf die UCI Gravel-Weltmeisterschaften in Nannup (rsn) – Premiere bei den Gravel-Weltmeisterschaften: Erstmals finden die Titelkämpfe jenseits des europäischen Kontinents statt. Wenn am 10./11. Oktober in den Elite- und Age-Group-Kategorien in
08.10.2026Reusser verlängerte ihr Dauerabo als Europameisterin (rsn) - Zu ihren zwei Weltmeistertiteln im Einzelzeitfahren gesellte sich in Slowenien nun der fünfte Europameistertitel. Marlen Reusser ist und bleibt die Königin des Einzelzeitfahrens und eroberte
08.10.2026Küng: Beeindruckender Karriere-Restart mit 32 (rsn) – Stefan Küng und seine Sekundenkrimis im Einzelzeitfahren haben fast schon Tradition. Wieder einmal schrammte der Schweizer knapp an einer Medaille vorbei – diesmal bei den Europameistersc