--> -->

03.03.2017 | (rsn) - Die Women's WorldTour geht in ihre zweite Saison, und am Samstag startet sie in Siena auf den "weißen Straßen" der Toskana mit der dritten Auflage von Strade Bianche. 138 Fahrerinnen aus 34 Ländern werden auf dem Piazza della Liberta am Start stehen - allein das scheint schon ein positives Zeichen in Sachen Entwicklung des Frauen-Radsports. Neben sechs Deutschen und zwei Schweizerinnen sind darunter auch die bisherigen zwei Gewinnerinnen Megan Guarnier und Elizabeth Deignan (beide Boels-Dolmans). Doch damit nicht genug: In Deutschland wird man die letzte Stunde des auf durchweg hügeligem Terrain sehr harten Rennens mit acht Schotterpassagen von etwa 12 bis 13 Uhr live im Eurosport Player sehen können.
Die Strecke: In weiten Teilen gleicht der Parcours der Frauen am Samstag dem der Männer - und bei keinem anderen großen Klassiker des UCI-Kalenders ist man sich auch in Sachen Distanz so nahe. Da auch das Männer-Rennen "nur" 175 Kilometer lang ist, fehlen den Frauen mit ihren 127 nur 48. Auch acht der elf Schotterpassagen aus dem Männer-Rennen haben es 2017 in das der Frauen geschafft - die letzten 28 Kilometer sind identisch.
Los geht es für die Frauen auf dem Piazza della Liberta am Forteza Medicea, der alten Burgruine am Rande der malerischen Altstadt. Schon auf den ersten 45 Kilometern warten die ersten vier der acht Schotter-Sektoren, mit einer ersten harten Nuss im 4,7 Kilometer langen, bergan führenden Sektor 2 ab Kilometer 17. Zur Rennitte folgt mit dem Sektor 5 der schwerste der Sektoren im Frauenrennen: 9,5 Kilometer lang, teilweise steil bergauf und mit einer tückischen Abfahrt versehen.
Anschließend fehlt jedoch der am Freitag nach Dreifachsieger Fabian Cancellara benannte Abschnitt am Monte Sante Marie, die härteste Prüfung im Männer-Rennen. Die Frauen kürzen über Mucigliani und Le Ropole ab, bevor sie ab Castelnuovo Berardenga wieder der Männerstrecke folgen - mit vier weiteren Sektoren und ständigem Auf und Ab zurück nach Siena, wo auf dem Schlusskilometer in der 16 Prozent steilen Via S. Caterina wohl die Entscheidung darüber fallen wird, wer auf dem pitoresken Piazza del Campo im Herzen der Altstadt den Sieg davonträgt.
Das Wetter: Nach der Schlammschlaft beim letzten Rennen vor dem WorldTour-Start, am Mittwoch in Belgien bei Le Samyn, drohen die Regenwolken dem Peloton auch am Samstag in der Toskana, sich zu entleeren. Die jüngste Vorhersage am Freitagnachmittag aber prophezeihte Niederschlag erst ab 13 Uhr - also zur Zielankunft der Frauen. Vorher soll es bei knapp 15 Grad trocken bleiben, so dass die "weißen Straßen" zumindest für die Frauen nicht zur Schlammgrube werden dürften.
Die Favoritinnen: Guarnier und Deignan gehören als ehemalige Siegerinnen des Rennens natürlich zum engsten Favoritenkreis. Allerdings ist es für die Britin Deignan der Start in ihre Saison, weshalb hinter ihrer Form noch ein kleines Fragezeichen steht - und Guarnier stürzte am vergangenen Wochenende beim Omloop Het Hageland. Trotzdem müssen sie beide wohl mit Hilfe der Luxemburgerin Christine Majerus und von Weltmeisterin Amalie Dideriksen sowohl der Kanadierin Karol-Ann Canuel wohl die Kohlen für Boels-Dolmans aus dem Feuer holen. Denn Olympiasiegerin Anna van der Breggen musste ihren Start kurzfristig krankheitsbedingt absagen.
Zwar ist das niederländische Boels-Team trotzdem jenes, das es zu schlagen gilt. Doch die Liste der Herausforderinnen ist lang und dürfte für ein attraktives Rennen sorgen. Besonders zu beachten sind die Niederländerin Marianne Vos und die polnische Siegerin der WorldTour-Nachwuchswertung 2016, Kasia Niewiadoma vom neuen Vos-Team WM3 Pro Cycling, sowie Lokal-Matadorin Elisa Longo Borghini (Wiggle-High5), die Claudia Lichtenberg als Edelhelferin an ihrer Seite hat.
Viel zu erwarten dürfte auch von der in Top-Form aus ihrer ersten Cross-Saison gekommenen Niederländerin Lucinda Brand (Sunweb) sowie ihrer Landsfrau Annemiek van Vleuten (Orica-Scott) sein, die mit Leah Kirchmann (Sunweb) und Amanda Spratt (Orica-Scott) beide ebenfalls starke Edelhelferinnen als Asse im Ärmel haben.
Kleine Fragezeichen stehen hinter den Siegchancen der Kapitäne der deutschen Teams Cervelo-Bigla und Canyon-SRAM. Ashleigh Moolman-Pasio (Cervelo-Bigla) und Pauline Ferrand-Prevot (Canyon-SRAM) beendeten ihre vergangene Saison beide verletzt und man muss sehen, wie gut die Vorbereitung im Winter gelaufen ist. Canyon-SRAM hat mit der Weißrussin Alena Amialiusik und der Deutschen Zeitfahrmeisterin Trixi Worrack aber noch zwei weitere heiße Eisen im Feuer.
Die Deutschsprachigen: Lichtenberg und Worrack ist aus dem sechsköpfigen deutschen Lager am meisten zuzutrauen. Doch auch Cervelo-Biglas Clara Koppenburg klettert gut und dürfte als wichtige Helferin von Moolman-Pasio ein Top-20-Resultat im Auge haben. Hinzu kommen Romy Kasper (Alé Cipollini) und Lisa Klein (Cervelo-Bigla), die ihre Stärken auf flacherem Terrain haben und in der Toskana Helferrollen übernehmen werden, sowie Allrounderin Kathrin Hammes (Tibco-SVB), die zum ersten Mal auf den Strade Bianche fahren wird. Unter Schweizer Flagge treten die kletterstarke Doris Schweizer (Veloconcept Women) und Nicole Hanselmann (Cervelo-Bigla) an, letztere ebenfalls als Helferin, erstere unter Umständen aber auch mit einer freieren Rolle.
Die Teams: Boels-Dolmans, Alé Cipollini, Aromitalia Vaiano, Astana, BePink Cogeas, BTC City Ljubljana, Canyon-SRAM, Cervelo-Bigla, Cylance Pro Cycling, Drops, FDJ, Giusfredi Bianchi, Hitec Products, Lensworld-Kuota, Orica-Scott, S.C. Michela Fanini, Servetto Giusta, Sunweb, Tibco-SVB, Veloconcept Women, Top Girls Fassa Bortolo, Valcar PBM, Wiggle-High5, WM3 Pro Cycling
Die Schotter-Sektoren (insgesamt 30,5 Kilometer):
1. Sektor: KM 11,4 - 13,4 (flach)
2. Sektor: KM 17 - 21,7 (bergauf)
3. Sektor: KM 27,8 - 32,3 (wellig)
4. Sektor: KM 38,5 - 44,8 (bergab)
5. Sektor: KM 58,9 - 68,1 (bergauf mit tückischer Zwischenabfahrt)
6. Sektor: KM 102,7 - 103,5 (bergauf)
7. Sektor: KM 107,6 - 110 (bergauf)
8. Sektor: KM 113,7 - 115 (bergab und bergauf)
23.08.2026Wiebes zum Vierten in Großbritannien – Lippert verliert Platz zwei(rsn) – Lorena Wiebes (SD Worx – Pro Time) hat auf der 5. Und letzten Etappe der Tour of Britain (2.WWT) ihren vierten Tagessieg gefeiert und landete in der Gesamtwertung dank der Bonussekunden n
22.08.2026Wiebes holt sich in Britain dritten Tagessieg(rsn) – Zum dritten Mal in vier Tagen hat Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) bei der Tour of Britain (2.WWT) zugeschlagen. Nach 138 Kilometern war sie in Hay-on-Wye im Sprint einer 26-köpfigen Gru
20.08.2026Wiebes schlägt auch in Blackpool zu(rsn) – Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) hat nach dem Auftakt auf die 2. Etappe der Tour of Britain (2.WWT) gewonnen und sich so ihren insgesamt 9. Tageserfolg bei der Rundfahrt und ihren 17. Sai
19.08.2026Wiebes holt 16. Saisonsieg im Sprint(rsn) – Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) hat in Cockermouth den Auftakt zur Tour of Britain (2.WWT) gewonnen. Nach 159 Kilometern schlug sie im Sprint eines dezimierten Pelotons Chiara Consonni (
11.08.2026FDJ führt Geldrangliste der Tour de France Femmes an(rsn) - Bei der Tour de France Femmes 2026 wurden über neun Renntage insgesamt 260.750 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Das entspricht rund 11 Prozent der 2.300.600 Euro, die bei der dreiwöchige
11.08.2026Tour-Streit zwischen FDJ United und Niewiadoma-Phinney beigelegt(rsn) – Der Vorfall zwischen Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon - SRAM) und Celia Gery (FDJ United – Suez) in Nizza am vorletzten Tag der Tour de France Femmes (2.WWT) sorgte international für viel
10.08.2026Reusser spricht über ihr Tour-Drama: “Das ist jetzt das Rätsel“(rsn) – Marlen Reusser steht vor einem Rätsel. Wie die Schweizerin am Tag nach dem Ende der Tour de France Femmes (2.WWT) in einer schweizerdeutschen Online-Medienrunde erklärte, seien sie und auc
10.08.2026Sporza und “Urska´s HAB“ Pogacar mit Comedy-Einlage beim Tour-Finale(rsn) - Urska Zigart ist "die Verlobte von Tadej Pogacar". Das hat in den Übertragungen der Frauen-Radrennen in den letzten Jahren wohl so ziemlich jeder Zuschauer und jede Zuschauerin bereits erklä
10.08.2026Kuriosum um Jansen: Trotz Fehlleitung um 5 Sekunden im Zeitlimit(rsn) – Rund zehn Kilometer hatte die Solo-Spitzenreiterin und spätere Gesamtsiegerin Demi Vollering (FDJ United – Suez) auf der Schlussetappe der Tour de France Femmes (2.WWT) noch zu fahren, al
09.08.2026Heute Weiß, bald Gelb? Canyons Zukunft heißt Niedermaier(rsn) – Ruhig und abgeklärt, aber mit ihrem typischen, sympathischen Lächeln im Gesicht: So stand Antonia Niedermaier in Nizza nach der Schlussetappe der Tour de France Femmes (2.WWT) am ARD-Mikro
09.08.2026Niewiadoma beißt sich an Vollering die Zähne aus: “Motiviert mich!“(rsn) - Ohne unfaire Manöver, fragwürdiges Taktieren oder andere Zwischenfälle wurde Katarzyna Niewiadoma-Phinney (Canyon - SRAM) auf der letzten Etappe der Tour de France Femmes (2. WWT) eindeuti
09.08.2026Reusser stürzt in Nizza aus den Top Ten der Tour de France(rsn) – Aus dem Dreikampf um das Gelbe Trikot der Tour de France Femmes 2026 wurde auf der abschließenden 9. Etappe schnell ein Zweikampf. Marlen Reusser (Movistar) verlor bereits am zweiten Anstie
26.08.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
26.08.2026Das Strafenregister der Vuelta a Espana / 5. Etappe (rsn) – Die Liste an potenziellen Vergehen, derer Radprofis, Teammitarbeitende oder andere am Rennen Beteiligte im Laufe einer Rundfahrt bezichtigt werden können, ist lang. Genauso lang wie das Reg
26.08.2026Schwere Prüfung mit 3.000 Höhenmetern inklusive Schotter (rsn) – Auch die 6. Etappe führt in einer Schleife nahe der Mittelmeerküste entlang, wenn auch weiter südlich durch die Region Valenciana. Auf 177 Kilometern sind 3080 Höhenmeter zu bewältigen.
26.08.2026Van Aert kontrolliert das Feld – aber nicht seine Brille (rsn) – Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) war im Ziel der 5. Etappe der Vuelta a Espana (2.UWT) glücklich. Sein Team kontrollierte das Finale, der belgische Superstar hatte daran entscheidend
26.08.2026Die Highlight-Videos der Vuelta a Espana (rsn) – Für Leser und Leserinnen, die lieber schauen statt lesen, bietet radsport-news.com die Highlight-Videos. Die Eurosport-Mitschnitte aller 21 Teilstücke der diesjährigen Vuelta a Espana (2.
26.08.2026Laporte: “Haben gezeigt, wozu wir in der Lage sind“ (rsn) – Während Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) in den Bergen dominiert, sind auch die Sprints der Vuelta a Espana 2026 bisher eine klare Sache. Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) ko
26.08.2026Brennan krönt perfekte Visma-Vorstellung mit zweitem Sieg (rsn) – Nach mustergültiger Vorbereitung seines Teams hat Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) seinen zweiten Tagessieg bei der 81. Vuelta a Espana (2.UWT) gefeiert. Der 21-jährige Brite ließ
26.08.2026Finn gewinnt auch Schlussetappe und feiert Gesamtsieg (rsn) – Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat mit einem standesgemäßen Auftritt die 62. Tour de l´Avenir (2.2U) für sich entschieden. Der 19-jährige Italiener sicherte sich die abs
26.08.2026Liste der ausgeschiedenen Fahrer / 5. Etappe (rsn) - 184 Fahrer aus 23 Teams nahmen die Vuelta a Espana 2026 beim Auftaktzeitfahren in Monaco in Angriff. Nicht alle werden das Ziel an der Alhambra in Granada im Süden Spaniens erreichen. Stürz
26.08.2026Unantastbarer Pogacar: Konkurrenz fährt ihr eigenes Rennen (rsn) - Seit neun Rundfahrten ist Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) ungeschlagen. Und bei der Vuelta a España (2. UWT) dürfte sich das nicht ändern. Vielleicht konnte man nicht schon nach der 4.
26.08.2026Uijtdebroeks gibt Vuelta auf: “Halte den Schmerz nicht mehr aus“ (rsn) – Genau 26:11 Minuten nach Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) erreichte Cian Uijtdebroeks (Movistar) als 182. und damit letzter Fahrer in Andorra das Ziel der 4. Etappe der Vuelta a Espa
26.08.2026Zemke: “Fausto hat richtig einen rausgehauen“ (rsn) - Bei der wichtigsten Nachwuchsrundfahrt der Saison, der Tour de l’Avenir (2.2U), tritt Jermaine Zemke (Rembe – rad-net) vom 20. bis zum 26. August für die Deutsche Nationalmannschaft in di