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17.02.2018 | (rsn) - Auf dem Kopfsteinpflaster war er letztendlich machtlos. Mikel Landa (Movistar) war der aktivste Fahrer im kurzen, giftigen Schlussanstieg der 4. Etappe der Andalusien-Rundfahrt nach Alcala de los Gazules. Gleich zu Beginn der 1,2 Kilometer langen und bis zu 15 Prozent steilen Rampe setzte er sich an die Spitze des Feldes und riss die Lücke auf, die letztendlich nur Tim Wellens (Lotto Soudal) schließen konnte. Leider Tim Wellens, muss es aus Sicht von Landa allerdings heißen.
Denn zuerst ließ sich der Belgier auf den engen, verwinkelten Straßen zum Ziel nicht abschütteln, und anschließend war Wellens auf den finalen 150 Metern über Kopfsteinpflaster vollkommen in seinem Element. Landa hatte gegen den kraftvollen Antritt seines Begleiters auf dem Pavé nicht entgegenzusetzen und musste sich fünf Sekunden hinter Wellens mit Rang zwei begnügen.
"Es war ein richtig harter Anstieg, und nachdem ich feststellte, dass ich am Donnerstag in Allanadas einer der Stärksten im Anstieg war, wollte ich hier früh in die Offensive gehen", sagte Landa im Ziel. "Das Problem war nur", berichtete der Baske weiter, "dass mich ein so starker Fahrer wie Wellens auf dem Pavé begleitete. Als wir es erreichten, bin ich stehen geblieben, während er nur so darüber hinweg flog. Ich versuchte zu beschleunigen, konnte es aber nicht. Er saß einfach nur auf einem Sattel und zog es durch." Landa führte die Niederlage im Finale auf seine fehlende Erfahrung auf diesem Terrain zurück.
Trotzdem konnte er dem Tag auch etwas Gutes abgewinnen und zeigte sich schlussendlich versöhnlich mit dem Resultat. "Ich bin trotzdem zufrieden. Wir wollten heute gewinnen, aber es sollte nicht sein. Im Klassement ist es aber sehr eng", sagte der 28-Jährige, der sich in der Gesamtwertung auf Platz zwei verbesserte. Sieben Sekunden trennen ihn vor dem abschließenden Zeitfahren auf Spitzenreiter Wellens.
Der 14,2 Kilometer lange Kurs spricht allerdings eher die Spezialisten und weniger einen kletteraffinen Profi wie Landa an. Dieser Tatsache ist sich der Baske bewusst, aufgeben will er aber selbstredend nicht: "Die anderen Fahrer um mich herum sind mehr für das Zeitfahren geeignet, aber ich werde trotzdem bis zum Schluss kämpfen", kündigte Landa an.
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