Platz 13 und Krämpfe bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Valverde verpasst in Ans den Merckx-Rekord

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Alejandro Valverde (Movistar) | Foto: Cor Vos

23.04.2018  |  (rsn) - Gerade im Sport besitzen Rekorde und Bestmarken eine besondere Anziehungskraft. Und wenn nicht unbedingt für den Sportler, so zumindest in der Berichterstattung. Entsprechend war im Vorfeld zu Lüttich-Bastogne-Lüttich der Name Eddy Merckx nicht fern, wenn es um Alejandro Valverde ging. Merckx feierte in seiner Karriere fünf Erfolge bei "La Doyenne". Für viele eine alleinige Bestmarke für die Ewigkeit. Mit seinem vierten Sieg im Vorjahr schob sich Valverde jedoch an, diesen Rekord tatsächlich einzustellen. Für die Austragung 2018 darf Merckx jedoch durchatmen: Valverde verpasste mit Platz 13 einen fünften Erfolg in Lüttich. 

"Ich litt am Ende unter Krämpfen. Ich weiß nicht, ob es wegen der Hitze und der Feuchtigkeit war", äußerte sich Valverde im Ziel und fügte an: "Als ich im Finale bis an die Grenzen gehen wollte, konnte ich einfach nicht das Leistungsniveau erreichen, das ich mir gewünscht hätte."

Der Spanier verpasste den entscheidenden Solo-Antritt von Sieger Bob Jungels (Quick-Step Floors) 20 Kilometer vor dem Ziel und geriet damit ins Hintertreffen. Denn die Verfolgergruppe harmonierte nicht, bekämpfte sich durch diverse Attacken gegenseitig und wurde zudem bei jedem Vorstoß durch Jungels' Teamkollegen Julian Alaphilippe gestört. Valverde versuchte es einige Male mit Antritten – jedoch jedes Mal glücklos.

Das Rennen war zu jener Phase bereits verloren. Als sich kurz vor dem Ziel auch noch Romain Bardet (Ag2r) und Michael Woods (EF Education First) absetzten, war zusätzlich die Aussicht auf einen Podiumsplatz weg. Valverde nahm daraufhin nach eigener Aussage den "Fuß vom Gas" und trudelte 51 Sekunden hinter dem Sieger im Ziel ein. 

"Ich denke, wir können zufrieden sein. Wir haben unser Maximum gegeben. Wenn man sich die Ergebnisse der diesjährigen Ardennen ansieht, muss man erkennen, dass es nicht einfach ist, ständig zu gewinnen", sagte Valverde. Ähnliche Töne schlug der fast 38-Jährige bereits nach dem Flèche Wallone an. Dort erreichte er nach vier Siegen in Serie am Mittwoch Platz zwei und bat anschließend ebenfalls um einen realistischen Blick auf das Ergebnis. Tenor: Siege sind nie selbstverständlich. 

In Lüttich endete für Valverde zudem eine überaus erfolgreiche erste Saisonhälfte. Der Spanier war nach seinem schweren Sturz beim Start der vergangenen Tour de France in Düsseldorf erst zu Saisonbeginn ins Peloton zurückgekehrt und sammelte bislang neun Siege. Allerdings gab Valverde auch eine gewisse Müdigkeit zu: "Mein Körper bittet schon um etwas Ruhe und ich bin froh, dass ich ihm diese nun geben kann."

Und der Rekord von Merckx? "Mir fehlt weiterhin nur ein Sieg. Aber um ehrlich zu sein, ich bin nicht besessen darauf. Es wäre ein großer Meilenstein, aber so ein Klassiker ist immer schwer zu gewinnen", sagte Valverde. 

Allerdings gewann er auch noch nie als Titelverteidiger in Lüttich. Statistisch stehen seine Chancen daher kommende Saison besser auf einen fünften Erfolg – vorausgesetzt, Valverde ist auch 2019 noch im Peloton aktiv.

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