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23.04.2018 | (rsn) - Nach Rang zwei durch Silvan Dillier bei Paris-Roubaix kehrt die französische AG2R-Eqiupe mit einer weiteren Podiumsplatzierung von einem Monument nach Hause zurück.
Romain Bardet wurde am Sonntag beim 104. Lüttoch-Bastogne-Lüttich Dritter und konnte bei seiner bisher sechsten Teilnahmen am ältesten Eintagesrennen der Welt das bisher beste Ergebnis verbuchen. Dabei war die Bilanz des Franzosen auch bisher schon eindrucksvoll genug: Rang 13 beim Debüt im Jahr 2013 folgten die Plätze zehn, sechs und 13, ehe Bardet im vergangenen Jahr nochmals Sechster bei "La Doyenne" wurde.
Kein Wunder, dass der Rundfahrtspezialist am gestrigen Sonntag in Ans dann auch von dem belgischen Klassiker schwärmte. "Ich habe eine große Bewunderung für dieses Rennen. Ich mag es wirklich und ich bedauere es nicht, wie ich gefahren bin", sagte Bardet, der sich nach 258 Kilometern durch die belgischen Ardennen im Sprintduell der ersten Verfolger 37 Sekunden hinter dem siegreichen Bob Jungels (Quick-Step Floors) dem US-Amerikaner Michael Woods (EF Drapac) geschlagen geben musste.
Da es um das Podium ging, gab der 27-Jährige im Finale alles, um die Verfolger um Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) auf Distanz zu halten und zog Woods so in seinem Windschatten mit sich. "Ich wusste, dass er im Sprint schneller war als ich, und leider blieb er bis zum Schluss am meinem Hinterrad. Er wartete auf den Sprint und ich musste Verantwortung übernehmen, um die Verfolger auf Distanz zu halten. Als ich sah, dass der Kampf um den Sieg entschieden war, gab ich alles für das Podium“, erläuterte Bardet seine Taktik, die seinem Kontrahenten schließlich den zweiten Platz bescherte. Dennoch war der AG2R-Kapitän mit dem Resultat, vor allem aber mit seiner Vorstellung zufrieden.
“Ich bin gut gefahren, intelligenter als in den vergangenen Jahren, aber da war ein großartiger Bob Jungels vor mir. Jedenfalls bin ich 2018 näher ans Podium rangekommen und es beweist mir, dass ich nicht auf die Rolle als Kletterer beschränkt bin“, sagte er auch im Rückblick auf seine Ergebnisse bei anderen schweren Eintagesrennen wie Strade Bianche (2.), Tour du Finistère (2.) oder Fleche Wallonne (9.), wo er ebenfalls zu den stärksten Fahrern gehörte.
Nun aber ist die Planung nach einer kleinen Pause ganz auf die Tour de France ausgerichtet, bei der er nach zwei Podiumsplätzen das Gelbe Trikot angreifen will. Die Klassikerergebnisse verleihen ihm dabei eine Extraportion an Motivation. "Sie machen mich hungriger auf das, was im Sommer ansteht“, fügte Bardet an.
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