Italiener gewinnt 102. Gran Piemonte

Colbrelli beendet die Saison erfolgreich, Pfingsten Siebter

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Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida) hat den 101. Gran Piemonte (1.HC) gewonnen. | Foto: Cor Vos

11.10.2018  |  (rsn) - Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida) hat beim 102. Gran Piemonte (1.HC) für einen Heimsieg gesorgt. Der 28 Jahre alte Italiener entschied am Nachmittag den Herbstklassiker über 191 Kilometer zwischen Racconici und Stupinigi im Sprint vor dem Franzosen Florian Senechal (Quick-Step Floors) und seinem Landsmann Davide Ballerini (Androni Giocattoli) für sich. Im vergangenen Jahr hatte Colbrelli sich noch mit dem fünften Platz zufrieden geben müssen.

"Ich bin sehr froh, diese Saison mit einem Sieg zu beenden“, kommentierte Colbrelli seinen vierten Erfolg in diesem Jahr. “Ich habe mich enorm weiter entwickelt. Ich hatte viele zweite Plätze, blicke aber dem neuen Jahr hoffnungsvoll entgegen. Mein Ziel für nächstes Jahr ist ein Resultat in einem großen Klassiker, ein Sieg oder zumindest das Podium. Einen zu gewinnen wäre traumhaft.““

Ein spätes Ausrufezeichen setzte Christoph Pfingsten (Bora-hansgrohe). Der 30-Jährige, der nach vier Jahren vom Bora-Team-Management keinen neuen Vertrag mehr erhielt und der möglicherweise seine Karriere beenden wird, sprintete hinter dem Kolumbianer Jhonatan Restrepo (Katusha-Alpecin) sowie den Italienern Riccardo Minali (Astana) und Manuel Belletti (Androni Giocattoli) auf den siebten Platz.

"Das Rennen war heute sehr hart. Es war kalt und es regnete auch ununterbrochen. Wir haben am Ende entschieden, dass ich versuchen sollte, im Sprint mitzumischen. Meine Teamkollegen brachten mich in eine gute Ausgangsposition auf der Zielgerade und ich konnte letztendlich auf den siebten Platz sprinten. Ich bin sehr glücklich über diese Leistung", befand Pfingsten.

So lief das Rennen...

Bei immer wieder einsetzendem Regen hatte zunächst eine  Spitzengruppe um den US-Amerikaner Joey Rosskopf (BMC) das Geschehen bestimmt. Das Quartett war allerdings gut 50 Kilometer vor dem Ziel bereits eingeholt. Danach ging der Däne Matti Breschel (EF Drapac) in die Offensive und bekam kurze Zeit später Gesellschaft vom Ukrainer Andrei Grivko.

Der Astana-Routinier konnte seinen Begleiter kurz darauf sogar abschütteln und nahm die letzten 40 Kilometer als Solist in Angriff. Allerdings war Grivkos Vorsprung gut zehn Kilometer vor dem Ziel bereits aufgebraucht. Bei seiner Jagd lies sich das Feld auch nicht von einem Massensturz, in den auch zwei Begleitmotorräder verwickelt waren, aus dem Konzept bringen. So kam es zum Sprint, den Colbrelli bereits früh anzog und ihn souverän mit einer Radlänge Vorsprung für sich entschied.

“Das Team hat auf den letzten 80 Kilometern sehr gut gearbeitet und Kristijan Koren hat mich gut ins Finale geführt. 350 Meter vor dem Ziel habe ich mich entschlossen anzutreten. Das ist einfach meine Art und ich habe mir gesagt 'wenn sie an mir vorbeifahren, dann ist es eben so'", fügte Colbrelli an.

Endergebnis:
1. Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida)
2. Florian Senechal (Quick-Step Floors) s.t.
3. Davide Ballerini (Androni Giocattoli)
4. Jhonatan Restrepo (Katusha-Alpecin)
5. Riccardo Minali (Astana)
6. Manuel Belletti (Androni Giocattoli)
7. Christoph Pfingsten (Bora-hansgrohe)
8. Andrea Guardini (Bardiani CSF)
9. Barnabas Peak (Quick-Step Floors ) +0:02
10. Simone Velasco (Wilier Triestina)


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