Götzinger mit 19 Jahren Österreichischer Meister

Der Jüngste ist der Größte in Mattersburg

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Valentin Götzinger (WSA KTM Graz) ist Österreichischer Meister. | Foto: Reinhard Eisenbauer

23.08.2020  |  (örv) - Mit gerade einmal 19 Jahren hat sich Valentin Götzinger (WSA KTM Graz) zum jüngsten Meister auf der Straße in der Geschichte der Österreichischen Straßenmeisterschaften gekürt. Der Steirer setzte sich nach 191,4 Kilometern rund um Mattersburg mit einem langen Sprint über 500 Meter von der 21 Mann starken Gruppe ab und spurtete souverän vor dem Tiroler Daniel Federspiel (Vorarlberg-Santic/+ 0:01) und dem oberösterreichischen Tour de France-Starter Michael Gogl (NTT/+ 0:01) durch.

"Wir haben vom Sieg geträumt und als Team alles dafür getan. Eine Wahnsinnsteamleistung die ich erfolgreich abschließen konnte", erklärte der frischgebackene Meister, der seinen Sieg fast nicht realisieren konnte. "Es war extrem hart und wir konnten am Ende alle Attacken parieren", fügte der Grazer an.

Eine siebenköpfige Spitzengruppe bestimmte lange das Renngeschehen. In dieser befanden sich gleich Teamkollegen vom späteren Sieger, wodurch sich seine steirische Mannschaft nicht in die Nachführarbeit im Hauptfeld einmischen musste und Kräfte sparen konnte. Kräfte, die sie dann später in der Neutralisierung der Angriffe von Sebastian Schönberger (B&B Hotels – Vitalconcept p/b KTM), Matthias Brändle (Israel Start-Up Nation) oder Gogl benötigten.

Auf der langen Zielgeraden trat dann Götzinger früh an. 500 Meter vor dem Ziel löste er sich von seinen Kontrahenten. "Ich habe angetreten und mich dann umgeschaut. Keiner wollte mir folgen, also habe ich es durchgezogen", erzählte Österreichs jüngster Straßenmeister der Geschichte, der sich gleichzeitig auch den U23-Titel holte.

In seinem ersten Straßenrennen des Jahres sprintete der mehrfache Mountainbike-Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel auf den zweiten Platz: "Die letzten zwei Runden waren brutal hart und ich habe mich immer wieder erholen können nachdem die Attacken neutralisiert wurden. Die letzten drei Kilometer waren die härtesten meines Lebens", sagte er.

Der große Favorit auf den Meistertitel landete mit dem Wolfsegger Gogl auf Rang drei. Der Profi, der als Solostarter ohne Mithilfe von Teamkollegen durch die 191,4 Kilometer kommen musste, musste sich mit der Bronzemedaille begnügen: "Der Kurs war dann im Endeffekt nicht schwer genug, als dass wir uns hätten lösen können, und auch der Wind hat uns nicht geholfen. Wir haben es gefühlte 100 mal probiert wegzufahren", so der Oberösterreicher, der im Vorjahr Zweiter bei den Meisterschaften wurde und wieder knapp am Titel vorbeischrammte. Den vierten Platz belegte mit Alexander Gratzer (WSA KTM Graz) ein weiterer junger Fahrer aus den Reihen der Steirer, Fünfter wurde Schönberger.

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