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09.01.2026 | (rsn) – Auch nach dem Abgang des Tour-de-France-Vierten Oscar Onley will sich das Team Picnic – PostNL im kommenden Jahr auf Gesamtwertungen konzentrieren. Der 22 Jahre alte Max Poole soll die Rolle seines ein Jahr älteren, zu Ineos Grenadiers abgewanderten Landesmannes übernehmen. Der Brite, der im vergangenen Jahr den Giro als Elfter in der Endabrechnung beendete, soll bei der Italienrundfahrt erneut auf Klassement fahren und sein Vorjahresresultat möglichst verbessern.
Poole soll darüber hinaus auch die Vuelta fahren und erstmals in seiner Karriere zwei große Landesrundfahrten in einem Jahr bestreiten. “Wir werden sehen, wie Max die Belastung durch den Giro d'Italia verkraftet hat, und entscheiden, ob wir erneut um die Gesamtwertung kämpfen oder uns ausschließlich auf Etappensiege konzentrieren“, erklärte Picnics Cheftrainer Rudi Kemna den Plan für das vielleicht größte Talent des aktuellen Kaders.
Neben Poole soll ein weiterer Youngster die Kohlen aus dem Feuer holen. Bei der Tour de France wird Pavel Bittner in die Kapitänsrolle schlüpfen. Der 23 Jahre alte Tscheche soll aber entsprechend seiner Qualitäten nicht in ums Klassement fahren, sondern sprinten. Massenankünfte, so die Zielstellung der niederländischen Mannschaft, sind das zweite Standbein in der Saison. Bittner war bereits im vergangenen Jahr bei der Tour und konnte im Schatten von Onley einen vierten Platz einfahren. “Unser Ziel für die Tour de France in diesem Sommer ist es, Etappensiege zu erzielen und unseren starken Sprintkern weiter auszubauen, mit dem wir im letzten Jahr mehrere Top-5-Platzierungen erreicht haben. Pavel kehrt zum Rennen zurück und ist hungrig darauf, noch ein paar Plätze nach vorne zu kommen“, so Kemna, der auch sagte, dass der schnelle Mann für den Giro wieder Casper van Uden sein wird, der im vergangenen Jahr eine Etappe im Massensprint für sich entscheiden konnte.
Abseits der GrandTours liegen Picnics Ziele auf den Frühjahrsklassikern. Auch hier ist in erster Linie Bittner der Mann, der im jungen Kader, in dem lediglich fünf Fahrer 30 Jahre oder älter sind, Verantwortung übernehmen. Sein Fokus liegt dabei auf Paris-Roubaix, wo er an der Seite von John Degenkolb für das Ergebnis sorgen soll.
Auf die Picnic-Frauen wartet dagegen eine schwere Saison. Der Sommer-Abgang von Charlotte Kool, das Karriereende von Marta Cavalli sowie der Wechsel der Talente Megan Jastrab und Nienke Vinke und Allrounderin Franziska Koch haben große Lücken gerissen, die kaum zu kompensieren sind. Rachele Barbieri tat es schon im Laufe der vergangenen Saison und soll es wieder machen – das Team in den Massensprints weiter vorne präsentieren. “Wir haben eine neu strukturierte Sprintgruppe, in der Rachele in dieser Saison neben Mia, die viel Geschwindigkeit und Talent aus ihrer Zeit auf der Bahn mitbringt, mehr Chancen als unsere schnelle Sprinterin bekommen wird“, sagte Kemna. Ansonsten liegt der Ergebnisdruck vor allem auf den Schultern von Pfeiffer Georgi, die bei den Frühlingsklassikern performen muss, damit andere Talente wie Zeitfahr-Weltmeisterin Megan Arens, die direkt aus dem Juniorenbereich in die Elite wechselt, sich in Ruhe entwickeln können.
Bei der ebenfalls erst 21 Jahre alten Eleonora Ciabocco sieht das eventuell etwas anders aus, so Kemna. “Was unsere GC-Gruppe angeht, so hat Eleonora in der letzten Saison große Fortschritte gemacht und das ganze Jahr über mit einigen beeindruckenden Fahrten ein konstantes Niveau gezeigt. Für 2026 wollen wir diesen Weg mit ihr fortsetzen und gemeinsam mit Eleonora Schritte unternehmen, um bei kletterlastigen Etappenrennen um die Top Ten der Gesamtwertung mitzufahren.“
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