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TT-Bike von Unibet - Rose Rockets erstmals im Training gesichtet

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Das Team Unibet - Rose - Rockets bedient sich 2026 beim Zeitfahrmaterial bei Ridley | Foto: Cor Vos

18.01.2026  |  (rsn) - Nachdem Unibet - Rose Rockets diese Woche offiziell das neue Straßenrad vorgestellt hatte, wurde nur wenige Tage später erstmals das TT-Bike des Teams gesichtet. Eine spezielle Präsentation ist eher unwahrscheinlich.

Zwar ist das Rad in den Teamfarben lackiert und mit dem Rose-Schriftzug versehen, doch wahrscheinlich handelt es sich nicht um ein Modell des Bocholter Herstellers. Aktuell führt Rose kein eigenes Zeitfahrmaterial im Sortiment, das gesichtete Bike dürfte ein Ridley Dean Fast Disc sein, das seit 2023 auf dem Markt ist.

Die Entwicklung eines konkurrenzfähigen und UCI-konformen Zeitfahrrads ist sehr aufwendig und lohnt sich aufgrund der kleinen Zielgruppe im Profibereich nur selten. Zwar stellen Triathleten die größere Käuferschicht dar, ihre Anforderungen unterscheiden sich jedoch von denen eines Straßenprofis. Ein Kompromiss zwischen einem klassischen UCI-Zeitfahrrad und einem Triathlonrad funktioniert in der Praxis nicht immer, wie sich an der Materialwahl des Schweizer Teams Tudor zeigt.

Obwohl BMC ein neues Bike für beide Disziplinen anbietet, setzt der von BMC gesponserte Rennstall von Manager Fabian Cancellara im Zeitfahren weiterhin auf ein älteres, reines TT-Bike. Während die Triathlonvariante auf längere, gleichmäßige Strecken und Verpflegungsmöglichkeiten ausgelegt ist, müssen TT-Bikes auf kürzeren, schnelleren und technisch anspruchsvollen Kursen bestehen.

Im Profi-Peloton ist es nicht ungewöhnlich, dass Teams für Zeitfahren auf Rahmen anderer Hersteller zurückgreifen. TotalEnergies fuhr in den letzten beiden Saisons auf Material von Enve, das keinen Rahmen für den Kampf gegen die Uhr bietet, und nutzte dafür das Specialized Shiv in einer dezent schwarzen Lackierung ohne Schriftzüge.

Zugleich wird im Profiradsport immer wieder diskutiert, klassische TT-Bikes bei Einzelzeitfahren ganz abzuschaffen. Schon jetzt gibt es Prologe, die auf Straßenrädern ausgetragen werden - gerade bei Rennen außerhalb Europas, wo der Aufwand, die Zeitfahrräder noch extra mitzubringen, hoch wäre.

Sollte sich das TT-Bike langfristig trotzdem im Sport behaupten und Rose sich nachhaltig im Profisport etablieren wollen, dürfte der Hersteller um die Produktion eines eigenen Zeitfahrrads irgendwann aber auch nicht mehr herumkommen.

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