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14.07.2006 | (Ra) - Weder T-Mobile noch Phonak und schon gar nicht Discovery Channel dominierten die gestrige Königsetappe durch die Pyrenäen. Es war das holländische Rabobank-Team, das mit einem bärenstarken Finale fast alle Favoriten überraschte. Kapitän Denis Mentschow gewann schließlich die Etappe und zählt damit zu den Favoriten auf den Gesamtsieg. Im Interview bekannte der 28-jährige Russe, dass die Rabobank-Attacke nicht von langer Hand geplant gewesen war, sondern aus der Rennsituation heraus erfolgte.
Haben Sie damit gerechnet, dass Sie und Ihr Team heute eine solche Leistung würden bringen können?
Mentschow: Als wir heute morgen losgefahren sind, wollten wir einfach schauen was passiert. Wir waren uns sicher, dass AG2R und T-Mobile heute die Arbeit verrichten würden. Wir wollten einen Angriff von der Rennsituation abhängig machen. Im Finale lief es bei Rasmussen, Boogerd und mir richtig gut. Michael machte dann richtig Dampf. Dafür habe ich mich bei ihm zu bedanken.
War die Attacke am letzen Berg geplant?
Mentschow: Nein, wie ich sagte, wollten wir einen Angriff von der Rennsituation abhängig machen. Nach dem Portillon waren wir zu dritt in der vorderen Gruppe und wir sprachen uns ab. Michael fragte mich, wie ich mich fühlen würde. Ich sagte gut, also haben wir beschlossen anzugreifen.
Es sah sehr leicht aus, sie wirkten sehr ruhig – war es tatsächlich so?
Mentschow: Es mag leicht ausgesehen haben, aber das ist es niemals. Die Etappe war sehr anstrengend, es waren mehr als 200 Kilometer durch die Pyrenäen. Aber ich habe mich gut gefühlt. Und im Finale lief es großartig. Ich war heute wirklich ruhig und gelassen. Mal schauen, wie es kommende Woche laufen wird.
Glauben Sie, dass die Tour zwischen Ihnen und Landis entschieden wird?
Mentschow: Nein, es gibt noch mehr Fahrer, auf die wir ein Auge werfen müssen. Sastre und Evans waren auf der Etappe heute auch sehr gut. Aber es war heute kein Anstieg dabei, der zu großen Zeitabständen hätte führen können. Die wird es nächste Woche in den Alpen geben.
Vor der Tour wurden als favorisierte Teams immer wieder Phonak, Discovery und T-Mobile genannt. Jetzt sieht es so aus, als ob Rabobank die stärkste Mannschaft wäre.
Mentschow: Das sehe ich auch so .Ich war schon zuversichtlich, dass wir mit einem sehr guten Team zur Tour kommen würden – und jetzt kann man sehen, dass es ein großartiges Team ist.
Quelle: cyclingnews.com
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