Rennprogramm mit französischen Rundfahrten

FC Rheinland-Pfalz wird 2009 Continental-Team

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FC Rheinland-Pfalz

Foto: Ole Wittrock, Rotwild

03.09.2008  |  (rsn) - Der rheinhessische Rad-Bundesligist FC Rheinland-Pfalz Mainz will zur Saison 2009 als Profiteam mit Continental-Lizenz antreten. Der U23-Rennstall, der erst vor 15 Monaten seinen Rennbetrieb in der U23-Rad-Bundesliga aufgenommen hatte, arbeitet als einzige Mannschaft im Hochleistungsbereich auf Vereinsbasis und verzichtet auf den Verkauf der Namensrechte. Vor allem im Bereich der Doping-Prävention gehen die Rheinhessen, deren Fahrer mit dem Motto „Echte Kerle dopen nicht“ antreten, neue Wege. Mit seinem Konzept sorgte der kleine Verein bereits für bundesweite Resonanz. In einem während der Tour de France ausgestrahlten Beitrag nannte die ARD das Anti-Dopingprogramm „weltweit einzigartig“.

"Strukturell und in der Außendarstellung haben wir beim FC etwas aufgebaut, was sich keinesfalls hinter kleineren Profimannschaften verstecken braucht", erläuterte Vorstand Siegfried Fröhlich die Beweggründe für den Aufstieg in die dritte Liga des internationalen Radsports. "Wir haben jetzt 15 Monate jede freie Minute in die Infrastruktur gesteckt." Hierzu zählt der Partenheimer Anwalt nicht nur die Ausstattung, die bereits erhebliche Ausmaße angenommen hat. "Wir haben auch den Namen FC Rheinland-Pfalz bundesweit nach außen getragen."

2009 wolle man den jungen Fahrern ein Rennprogramm mit mehreren anspruchsvollen, vorwiegend französischen Rundfahrten anbieten, so der für das Anti-Dopingprogramm zuständige Vorstand Jörg Abel. Dafür benötige man aber den Continental-Status. Als Eliteteam agierte der FC Rheinland-Pfalz bisher in der vierten Liga des Radsports. Im neuen Jahr wird der Etat erstmals die für ein Continental-Team erforderlichen sechsstelligen Dimensionen erreichen. Der Sitz des Teams wurde nach Mainz verlegt, wodurch sich Fröhlich "eine breitere Basis von potentiellen Partnern des FC“ verspricht.

In seine erste Continental-Saison will der FC Rheinland-Pfalz mit etwa zehn Fahrern gehen, dazu sollen noch zwei oder drei Nachwuchsfahrer kommen, die bei entsprechender Leistung während der Saison Teil des Kontinental Teams werden. "Selbstverständlich geben wir unser Ziel der Nachwuchsförderung nicht auf, weshalb die Fahrer alle unter 23 Jahre alt sein werden“, betonte Sportkoordinator Andreas Walzer. David Heimpel, Moritz Müller und Moritz Bleymehl haben ihre Verträge verlängert. Mit Robin Jose und Jonas Brödel wurden zwei der stärksten U19-Fahrer Deutschlands verpflichtet. Dazu stehe man mit mehreren Fahrern noch in Verhandlungen, so Walzer.

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