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03.01.2009 | (rsn) – Mark Cavendish wird in der kommenden Saison wieder den Giro d’Italia und die Tour de France sowie erstmals Mailand-San Remo bestreiten. „Mein Hauptziel bei der Tour ist, in Paris anzukommen“, sagte der Columbia-Sprinter im Interview mit cyclingnews.com. „Wenn ich das schaffe, habe ich eine gute Chance das Grüne Trikot zu gewinnen.“ Cavendish feierte 2008 in Frankreich vier Etappensiege und war der dominierende Sprinter der Tour, stieg aber vorzeitig aus. In der gesamten Saison gelangen ihm 18 Siege, so viele wie keinem seiner Konkurrenten.
Der 23 Jahre alte Engländer wird 2009 bei der Katar-Rundfahrt in die Saison einsteigen, um besser vorbereitet in die Kalifornien-Rundfahrt zu gehen, für sein Team neben der Tour eines der wichtigsten Rennen der Saison. Columbia-Teamchef Bob Stapleton lebt im kalifornischen San Luis Obispo.
Im März wird Cavendish viele Rennen in Italien fahren, darunter das Eintagesrennen Eroica, die Fernfahrt Tirreno-Adriatico sowie den ersten Frühjahrsklassiker, Mailand-San Remo. “Ich habe dem Team letztes Jahr schon gesagt, dass ich San Remo 2009 fahren möchte, nicht, um es glich zu gewinnen, sondern um Erfahrungen zu sammeln“, so Cavendish. „Bisher war es Gerald Cioleks Rennen, aber nachdem er das Team verlassen hat, macht es für mich Sinn es zu probieren.“ Cavendish kündigte an, gemeinsam mit Columbias neuem Sprinttrainer Erik Zabel, der Mailand-San Remo viermal gewinnen konnte, zwischen der Eroica und Tirreno rund 100km der „Classicissima“ abzufahren, darunter auch die vorentscheidenden Anstiege Cipressa und Poggio. Mit Zabel wird Cavendish schon in Katar nach den Etappen noch jeweils 50 bis 60 Extrakilometer hinter dem Auto absolvieren.
Nach Mailand-San Remo wird Cavendish bei den belgischen Rennen GP Harelbeke, den Drei Tagen von De Panne und Gent-Wevelgem antreten. Während er auf einen Start bei der Flandern-Rundfahrt verzichten wird – „noch zu schwer für mich“ -, steht Paris-Roubaix erstmals in Cavendishs Rennkalender. Auf die beiden großen Rundfahrten wird sich Cavendish jeweils in der Schweiz vorbereiten: bei der Tour de Romandie (auf den Giro) und der Tour de Suisse (auf die Tour).
Die Muskelverletzung, die ihn zuletzt plagte, hat Cavendish in seiner Saisonvorbereitung nicht zurückgeworfen. „Vielleicht hat die Tatsache, dass ich wegen der Verletzung weniger auf dem Rad trainieren konnte, sogar dafür gesorgt, dass ich nicht zugenommen habe“, sagte auf der Isle of Man lebende Brite. „Hier ist es um diese Jahreszeit normalerweise so kalt, dass du viel isst, wenn du hart trainiert hast. Ich habe weniger gegessen und bin jetzt in der besten Form, die ich je in dieser Jahreszeit hatte.“ Cavendish ergänzte, dass die muskulären Probleme ihn schon Mitte Oktober behindert hätten, sein Sturz von der Spielekonsole Wii Anfang Dezember sei nur eine mögliche Erklärung für die Verletzung.
Cavendish begrüßte die Entscheidung der Columbia-Teamleitung, das teaminterne Anti-Dopingprogramm vom renommierten US-Wissenschaftler Don Catlin überwachen zu lassen. „Das zeigt, wie ernst es dem Team mit dem Anti-Dopingkampf ist und dass die Teamleitung ständig nach Wegen suchen, das Programm zu verbessern“, so Cavendish.
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