Tour Down Under

Ciolek: Zu früh angetreten

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Nur Oscar Freire (Katjuscha) war schneller: Gerald Ciolek (Omega Pharma-QuickStep) im Massensprint der 4. Etappe der Tour Down Under | Foto: ROTH

20.01.2012  |  (rsn) – Gerald Ciolek (Omega Pharma-QuickStep) kommt bei der Tour Down Under immer besser in Form. Nach einem neunten und einem 15. Platz kämpfte der 25 Jahre alte Pulheimer auf der 4. Etappe um den Sieg und musste sich im Sprint einer 50-köpfigen Spitzengruppe nur dem zehn Jahre älteren Spanier Oscar Freire (Katjuscha) geschlagen geben. Im Gesamtklassement verbesserte sich Ciolek auf Rang vier, nur sechs Sekunden hinter dem Schweizer Martin kohler (BMC).

“Es war eine schwere Etappe mit vielen kurzen Anstiegen, einer davon nur 25 Kilometer vor dem Ziel. Es war klar, dass viele Teams die Sprinter hier abschütteln wollten“, schilderte Ciolek die Etappe. Der U23-Weltmeister von 2006, einer der besten Kletterer unter den Sprintern, ließ sich im Anstieg zum Menglers Hill nicht abschütteln und blieb – unterstützt von seinen Helfern Serge Pauwels und Julien Vermote - in der Gruppe, die schließlich den Sieg unter sich ausmachte.

„Für den Sprint war ich in einer guten Position. Ich hatte genug Speed und gute Beine, aber vielleicht bin ich etwas zu früh angetreten und so wurde ich noch abgefangen“, so Ciolek. „Zu schade, denn das war eine tolle Chance und ich hätte dem Team gern einen Sieg geschenkt. Wir arbeiten gut zusammen und beweisen hier in Australien, dass wir eine echte Einheit sind“

Obwohl er im Gesamtklassement bestplatzierter Fahrer seines Teams ist, wird sich Ciolek auf der Königsetappe am Samstag wohl in den Dienst von Pauwels stellen. Der Belgier belegt Platz 18 mit zwölf Sekunden Rückstand auf Kohler.

„Der Schlussanstieg ist lang und schwer und es wird nicht leicht für mich, vorne dabei zu bleiben“, beurteilte der Deutsche Meister von 2005 seinen Chancen zurückhaltend. „Ich werde mein Bestes geben und vielleicht Pauwels helfen, der hier wirklich stark fährt und an solchen Bergen gut zurecht kommt. Und dann werde ich am Sonntag auf dem Rundkurs in Adelaide noch mal alles geben.“

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