Porte: "Das Rennen gehört in die WorldTour"

Alle loben die Bayern-Rundfahrt

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Das Podum der 33. Bayern-Rundfahrt, v.l.: Jerome Coppel (Saur-Sojaun) , Michael Rogers (Sky), Vladimir Gusev (Katusha) Foto: ROTH

05.06.2012  |  (rsn) – Nicht nur die Organisatoren der Bayern-Rundfahrt ziehen ein positives Fazit nach der 33. Auflage des mittlerweile einzigen deutschen Mehretappenrennens. Auch vom Radsportweltverband UCI erhielt das Rennen eine erstklassige Bewertung. Und auch die Profis sind voll des Lobes. Klopft die Bayern-Rundfahrt bereits an die Tore der WorldTour?

Davon will der Rundfahrtleiter aber noch nichts wissen. „Natürlich wollen wir uns weiterentwickeln. Potenzial für Verbesserungen gibt es immer. Aber das machen wir, wie wir es in den vergangenen Jahren auch gemacht haben: Schritt für Schritt. Und immer so, dass der Charakter unserer Rundfahrt erhalten bleibt“, wird Strohmeier in einer Pressemitteilung zitiert.

Dabei scheinen die Rahmenbedingungen für den Aufstieg in die erste Liga des Radsports zu stimmen. Die UCI-Kommissäre, die das Rennen begleitet und unter die Lupe genommen haben, hoben in ihrer „1A-Bewertung“ besonders die erstklassige Organisation, die herausragende Absicherung der gesamten Strecke, das perfekte Zusammenspiel mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Rundfahrt und das enorme Zuschauerinteresse in den Etappenorten und entlang der Strecke hervor.

Auch im Peloton erfuhr die Bayern-Rundfahrt viel Zustimmung. „Die Rundfahrt war genial, das Publikum war genial, es waren so viele Zuschauer an der Strecke, selbst an den Arbeitstagen, das war unglaublich“, so Sky-Profi Christian Knees, Sieger der Bayern- Rundfahrt 2008 und in diesem Jahr als Siebter der Gesamtwertung bester Deutscher. „Wir haben hier ein großes Potenzial.“

Der vierfache Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara (RadioShack-Nissan) hatte auch bei seiner zweiten Teilnahme in sportlicher Hinsicht nicht viel zu melden. Das störte den 31-jährigen Schweizer aber nicht weiter. „Ich war schon begeistert von diesem Rennen, und mein Eindruck wurde voll bestätigt“, so Cancellara, der im vergangenen Jahr erstmals in Bayern am Start war. „Da habe ich diese Rundfahrt für mich entdeckt.“

Seine Liebe zum Zeitfahren entdeckte der dreifache Weltmeister und Gesamtsieger Michael Rogers (Sky) bei der Bayern-Rundfahrt wieder. „In meinen jungen Jahren war ich Zeitfahrspezialist, jetzt finde ich meine Begeisterung wieder“, so der 32-jährige Australier, der aber auch von den restlichen vier Etappen sehr angetan war. „Es ist ein tolles Rennen durch einen unglaublich schönen Teil von Deutschland und auch die Zuschauer sind einfach spitze.“ Und Rogers’ Landsmann und Teamkollege Richie Porte, fügte an: „Das hier ist ein Rennen, das in die WorldTour gehört. Einfach top.“

Und der dreifache Etappensieger Alessandro Petacchi (Lampre-ISD), der 2012 sein Debüt in Bayern gab, will in der kommenden Saison sogar erneut auf seine Heimat-Rundfahrt verzichten. „Nächstes Jahr werde ich wieder hier fahren und nicht den Giro d’Italia“, kündigte der 38-jährige Italiener bereits an.

Auch wenn Strohmeier zurückhaltend in seinen Ambitionen bleibt, war für ihn die am 27. Mai in Bamberg zu Ende gegangene Bayern-Rundfahrt 2012 doch ein ganz besonderes Rennen. „Ich bin kein Fan von Superlativen und will nicht anfangen, wie bei den Olympischen Spielen jetzt nach jedem Rennen die beste aller Bayern-Rundfahrten zu verkünden, aber diese 33. Auflage der Bayern-Rundfahrt war schon beeindruckend“, erklärte der Rundfahrtleiter, der das Rennen im Jahr 1980 aus der Taufe gehoben hatte.

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