Fahrer des Tages - 5. Etappe

Greipels Lotto-Zug: Wieder durch nichts zu stoppen

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Der Lotto-Zug bei der Arbeit | Foto: ROTH

05.07.2012  |  (rsn) – André Greipel (Lotto Belisol) war der große Triumphator der letzten beiden Tour-Etappen. Wie er nie müde wird zu erklären, hat der Lotto-Zug großen Anteil an seinen Siegen. Sein bester Freund Marcel Sieberg, der Belgier Jurgen Roelandts und der Neuseeländer Greg Henderson bereiten dem 29-Jährigen die Sprints  perfekt vor.

So auch am Donnerstag, als seine Helfer Greipel im turbulenten Finale mit ansteigender Zielgeraden noch rechtzeitig in Position fuhren und dem Kapitän die Chance auf einen neuerlichen Coup eröffneten. Während Greipel jubelnd über den Zielstrich fuhr, freuten sich seine Teamkollegen einige Meter dahinter, als hätten sie selbst die Etappe gewonnen. Augenscheinlich ist, dass die Chemie in der Mannschaft stimmt. „Wir haben einfach auch vollstes Vertrauen zueinander“, erklärte der routinierte Henderson nach der Etappe.

Der Teamgedanke hat absolut höchste Priorität. Das weiß auch Greipel, der am vergangenen Sonntag im Finale sich noch mächtig für seine Teamkollegen Jelle Vanendert und Jurgen van den Broeck ins Zeug gelegt hatte, um diese im ansteigenden Etappenfinale in eine aussichtsreiche Ausgangslage zu hieven.

So vergaß der WM-Dritte im Moment seines Triumphes auch seine Teamkollegen nicht. „Ich war durch den Sturz, der direkt vor mir passiert, relativ weit hinten. Aber die Jungs haben mich wieder nach vorne gebracht. Sie haben perfekt gearbeitet“, verteilte der gebürtige Rostocker ein Sonderlob.

Und auch Henderson wusste, dass dem Sieg Schwerstarbeit voraus ging: „Nach dem Sturz war André etwa 40 Positionen zu weit hinten. Wir haben ihn aber wieder nach vorne gebracht und einen Kilometer vor dem Ziel war unser Zug wieder am Rollen.“ Und durch nichts zu stoppen.

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