Erfolgreichste Nation bei Bahn-EM in Panevezys

Deutsche kehren mit vier Goldmedaillen aus Litauen heim

21.10.2012  |  (rsn) – Diese Bilanz kann sich sehen lassen: Mit viermal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze kehren die deutschen Starterinnen und Starter kehren die Athletinnen und Athleten von den Europameisterschaften im litauischen Panevezys heim.

Gold gab es im Teamsprint der Männer durch Tobias Wächter, Joachim Eilers und Max Niederlag. Das Trio lieferte bereits in der Qualifikation die Bestzeit ab und ließ ihm im Finale den Polen keine Chance. Im Keirin-Turnier holten die Deutschen sogar Gold und Silber: Der Schweriner Tobias Wächter setzte sich vor seinem Teamsprint-Kollegen Joachim Eilers und dem Russen Dmitriev durch.

Europameisterin im Punktefahren wurde die Cottbuserin Stephanie Pohl, die bereits am ersten Wettkampftag mit einer souveränen Leistung überzeugte, das komplette Feld überrundete und sich den Titel sicherte. Elke Gebhardt rudnete den Erfolg mit der Bornzemedaille ab.

Für das vierte EM-Gold sorgte Lukas Liss, der das Omnium der Männer am Sonntag mit dem Sieg im 1000-m-Zeitfahren beendete. Außerdem belegte der Westfale jeweils Platz drei in den Omnium-Disziplinen Scratch, Punktefahren und Einer-Verfolgung. „Lucas hat diesen Wettbewerb sehr souverän gemeistert und konnte seine Führung auch im letzten Wettkampf verteidigen“, lobte Bundestrainer Sven Meyer seinen Schützing.

Liss feierte schon am ersten Wettkampftag einen Erfolg mit dem deutschen Bahnvierer, der sich im Finale nur dem russischen Quartett beugen musste und endlich wieder in einem großen Turnier glänzen konnte. In der Besetzung Liss, Henning Bommel, Theo Reinhardt und Max Beyer gewann der Vierer des Budnes Deutscher Radfahrer (BDR) in der Mannschaftsverfolgung die Silbermedaille.

„Man sollte diesen Erfolg nicht überbewerten , denn die Konkurrenz bei der Europameisterschaft ist nicht so stark wie beim Weltcup oder der WM,“ sagte Bundestrainer Sven Meyer, der trotzdem sehr zufrieden war. „Wenn man bedenkt, dass beide Läufe nicht optimal waren und wir Kersten Thiele, der mit Magen-und Darmproblemen zu kämpfen hatte, kurzfristig gegen Max Beyer austauschen mussten, war es dennoch ein schönes Resultat.“

Für weitere gute Platzierungen sorgten Mieke Kröger, Lisa Fischer und Stephanie Pohl, die in der Mannschaftsverfolgung der Frauen Rang vier belegten. Kröger belegte zum Abschluss am Sonntag auch noch Platz sechs im Omnium. Denselben Rang sicherten sich Bommel/Reinhardt im 50 km 2er-Mannschaftsfahren (Madison) vor Thiele/Weinstein, die auf dem siebten Platz landeten.

Die insgesamt acht Medaillen bedeuteten auch Platz eins in der Nationenwertung vor Russland (3/5/0). „Die Leistungen unserer Athletinnen und Athleten bei der Bahn-EM in Litauen sind ein richtungsweisendes Signal“, freute sich BDR-Sportdirektor Patrick Moster über den Auftritt seiner Fahrerinenn und Fahrer.

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