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04.02.2014 | (rsn) - Kirsten Wild (Liv-Shimano) hat in Mesaieed die 1. Etappe der Ladies Tour of Qatar gewonnen. Die Vorjahressiegerin setzte sich im Sprint einer 20-köpfigen Spitzengruppe nach 97 Kilometern souverän vor Shelley Olds (Alé Cipollini) aus den USA und der Australierin Chloe Hosking (Hitec Products) durch.
„Meine Teamkolleginnen haben toll gearbeitet, ich musste einfach gewinnen“, sagte die 31-jährige Niederländerin. „Es sah vielleicht leicht aus, aber das war es nicht. Mein Puls war auf den letzten zehn Kilometern ständig bei 190.“
Trixi Worrack (Specialized-lululemon) kam als beste Deutsche auf den zehnten Rang, erreichte das Ziel aber zeitgleich mit Tagessiegerin Wild.
Platz vier ging an die Belgierin Jolien D’Hoore (Lotto-Belisol) vor Elizabeth Armitstead (Boels-Dolmans) aus Großbritannien und Pascale Jeuland aus der französischen Nationalmannschaft. Noch vor Worrack platzierten sich außerdem Olds‘ italienische Teamkollegin Barbara Guarischi, Australiens Melissa Hoskins (Orica-AIS) und Iris Slappendel (Rabobank-Liv) aus den Niederlande.
Dank der Zeitbonifikationen, die sie an den zwei Zwischensprints und im Ziel als jeweilige Siegerin ergatterte, liegt Titelverteidigerin Wild nun bereits acht Sekunden vor Olds und elf vor Hosking. Armitstead folgt mit 14 Sekunden Rückstand auf Rang vier vor Hoskins (+ 15 Sekunden) und der Tagesvierten D’Hoore (+ 16).
Trotz des frühen Vorsprungs wollte Wild nach der Etappe aber noch nicht über den möglichen vierten Gesamtsieg sprechen. „Erstmal bin ich glücklich mit dem heutigen Tag, und schaue nun von Etappe zu Etappe“, sagte sie im Ziel. „Ich hoffe, dass ich morgen wieder vorne dabei bin - egal ob es einen großen Sprint gibt oder eine kleinere Gruppe.“
Wie schon im Vorjahr verpasste die Italienerin Giorgia Bronzini (Wiggle-Honda) bereits auf dem ersten Teilstück zwischen Doha und Mesaieed nach etwas mehr als 50 Kilometern den Sprung in die Favoritengruppe. Ihr Team versuchte anschließend zwar alles, um die meist von Liv-Shimano und Orica-AIS angeführte Spitzengruppe noch einmal zurückzuholen, doch weil man sich an der Spitze einig war, gelang das nicht mehr.
Zwar verlor die Italienerin am Ende nicht die mehr als zwei Minuten des Vorjahres, sondern weniger als eine Minute. Im Kampf um den Gesamtsieg dürfe die zweifache Weltmeisterin aber wohl auch dieses Jahr keine Rolle mehr spielen.
Im Finale war es vor allem die Specialized-lululemon-Fahrerinnen, die mit Angriffen den Sprint zu verhindern suchten. Zuletzt setzte sich dabei Chantal Blaak knapp zwei Kilometer vor dem Ziel etwas ab. Doch als die Weltranglistenerste Emma Johansson für Orica-AIS mit den Sprintvorbereitungen begann, wurde die Niederländerin wieder eingeholt.
Im selben Augenblick eröffnete Olds aus einer hinteren Position heraus den Sprint, doch bevor die US-Amerikanerin sich an allen vorbeischieben konnte, scherte vor ihr auch Wild aus und spurtete in Richtung Ziellinie. Zwar konnte Olds sich ans Hinterrad der Top-Favoritin klemmen, doch die war einmal mehr nicht zu schlagen. Hinter dem Duo musste Hosking um Johansson herum einen großen Bogen fahren, und hatte so keine Chance, Olds noch den zweiten Platz streitig zu machen.
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