Österreicher gewinnt souverän An Post Ràs

Pöstlberger übersteht einen Sturz und wehrt alle Attacken ab

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Lukas Pöstlberger (Tirol Team) hat das An Post Ràs gewonnen. | Foto: Tirol Cycling Team

25.05.2015  |  (rsn) – Nach Clemens Fankhauser 2014 hat sich mit Lukas Pöstlberger ein weiterer Österreicher den Gesamtsieg bei der irischen Rundfahrt An Post Ràs (2.2) geholt. Der 23-Jährige vom Tirol-Team verteidigte auch auf der letzten der insgesamt acht Etappen souverän sein Gelbes Trikot und setzte sich mit 1:06 Minuten Vorsprung auf den Briten Joshua Edmondson vom heimischen An Post - Chain Reaction-Team durch. Dritter wurde mit 2:19 Minuten Rückstand dessen irischer Mannschaftskollege Ryan Mullen.

„Das ist ein ganz wichtiger Sieg für mich und das Tirol Cycling Team“, kommentierte Pöstlberger seinen zweiten Erfolg in dieser Saison. „Wir haben acht Tage lang hart gekämpft und das Gelbe Trikot verdient nach Hause gebracht.“ Das begehrte Jersey hatte er bereits auf der 2. Etappe erobert und es danach auch mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mannschaft nicht mehr hergegeben.

„Meine Teamkollegen haben alle Ambitionen zurückgestellt und sind jeden Tag für mich gefahren. Ich hoffe, dass ich diese tolle Leistung bei den nächsten Rennen zurückgeben kann“, lobte Pöstlberger seine Landsleute Sebastian Schönberger, Mario Schoibl, David Wöhrer und Florian Schipflinger, die vor allem zahlreiche Attacken des An Post-Teams von Edmondson und Mullen abzuwehren hatten. Und da, wo das nicht gelang, trat der Kapitän selbst in Aktion. Pöstlberger: „Besonders schwierig waren der Mittwoch und der Samstag. Am Mittwoch war ich über 100 Kilometer in einer Ausreißergruppe auf mich alleine gestellt. Am Samstag hat der frühe Sturz natürlich für Aufregung bei mir und im Team gesorgt.“

Dabei verletzte sich der Tirol-Kapitän an der Schulter, doch nach einem schnellen Radwechsel schaffte er mit Hilfe seines Teams wieder den Anschluss. Die Blessuren – diverse Hautabschürfungen - stellten sich zum Glück ebenfalls als nicht schwerwiegend heraus. Wütend war er allerdings auf das Verhalten der Konkurrenten, wie Pöstlberger nach der 7. Etappe betont hatte. „„Wie ich am Boden gelegen bin, haben sofort die Attacken angefangen. Und das ist gegen jeden Ehrenkodex“, schimpfte Pöstlberger.

Dafür lief auf der abschließenden 8. Etappe alles nach Wunsch der Tiroler. Der Abschnitt von Drogheda nach Skerries war nur 132 Kilometer lang, wobei rund um den Zielort eine Runde mit einem steilen, kurzen Anstieg dreimal gefahren wurde. Hier reduzierte das Feld auch den Rückstand gegenüber einer Ausreißergruppe auf unter eine Minute. Den Sieg sicherte sich im Dreiersprint der Lette Aidis Kruopis (An Post-Chain Reaction) vor dem Italiener Davide Vigano (Idea 2010 ASD) und dem Iren Damien Shaw.

Pöstlberger erreichte mit seinen schärfsten Konkurrenten in der ersten Verfolgergruppe acht Sekunden hinter Kruopis das Ziel und belegte Rang 36. Nach dem Rennen richtete er seine Augen bereits auf die demnächst anstehenden großen Aufgaben. „Ich hoffe, dass ich bei den kommenden Saison-Höhepunkten – wie zum Beispiel der Österreich Rundfahrt – ähnliche Leistungen zeigen kann“, sagte er.

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